Bereits vor einigen Tagen angekündigt, hier nun ein ausführlicheres Review der neuen PC-Umsetzung des Konsolen-Hits Assassin’s Creed.
Lange Zeit war nicht eindeutig sicher, ob es überhaupt eine PC-Umsetzung von Assassin’s Creed geben sollte. Zumindest war diese offiziell nicht angekündigt, erfahrene (bzw. leidgeprüfte) PC-Spieler aber hegten natürlich keinen Zweifel an dessen Erscheinen. Ist es doch eine beliebte Taktik von Spieleherstellern, ihre Titel zunächst nur für Konsolen herauszubringen, den Hype auszunutzen und dann, nachdem die Verkäufe langsam nachlassen, eine - leider meist lieblose und minderwertige - Konsolenumsetzung herauszubringen.
Derartige Befürchtungen müssen angehende Assassinen allerdings nicht haben. Die PC-Version von Assassin’s Creed bringt neben einer verbesserten Version der (ohnehin schon bildschönen) “Scimitar”-Grafikengine auch einige spielerische Neuerungen. So ist es nun zum Beispiel möglich Informationen über Zielpersonen durch das Eskortieren von Kollegen, Wettrennen gegen Selbige oder das Einsammeln von Flaggen zu erhalten. Zugegeben, letztere Variante ist nicht wirklich sinnvoll und wirkt daher stark aufgesetzt. Allerdings bietet sich hier eine gute Gelegenheit, die wahre Stärke des Titels auszuspielen: die wunderbaren Animationen
Altair klettert, springt, rennt, hangelt und rollt schwingt sich durch die antiken Straßenschluchten, wie eine Mischung aus Kakulukiam und David Belle.
Das Hauptproblem, an dem Assassin’s Creed bereits als Konsolenspiel krangte, bleibt jedoch trotz der neuen Features: Nach spätestens drei Stunden hat man alles gesehen und der Spieleblauf beginnt, sich zu wiederholen.
Assassin’s Creed ist daher nur Denjenigen zu empfehlen, die es auf der XBox 360 noch nicht gespielt haben. Die können sich jedoch nach wie vor auf eines der spannendsten, technisch hochwertigsten und atmosphärischsten Spiele des letzten Jahres freuen.