Eddie Riggs kann sich eigentlich nicht beklagen. Als Roadie ist er mit “Kabbage Boy”, der - laut Spiel - schlechtesten Metal Band der Welt, unterwegs auf den Bühnen derselben. “Drugs, Sex & Rock’n Roll” sind sein Leben und das Beste: Er hat die Stimme und das Gesicht von Jack Black! Er kann sich wirklich nicht beklagen, bis eines Tages…
Und hier setzt das Spiel an. Durch einen Unfall während eines Konzertes wird der bösartige Metal-Gott Ormagöden erweckt, der kurzerhand sämtliche Mitglieder von “Kabbage Boy” tötet und Eddie in eine düstere Parallelwelt befördert, die einem klassischen Metal-Albencover entsprüngen zü sein scheint. (Entschuldigt, der exzessive Gebrauch von Metal-Umlauten hinterlässt anscheinend seine Spüren.)
Zugegeben, die Story scheint zunächst etwas an den Haaren herbeigezogen, passt aber bei genauerer Betrachtung perfekt zum rest dieses chaotisch-genialen Spieles aus dem ebenso genialen Geist Tim Schafers (Day Of The Tentacle, Grim Fandango). Allen Vorran Jack Black’s spürbare Begeisterung in seiner Rolle des Protagonisten macht dieses Spiel zu einem sofortigen Klassiker. Abgerundet wird das Ganze durch Gastauftritte von Lemmy Kilmister, Rob Halford, Ozzy Osbourne, Lita Ford und Tim Curry (letzterer leider vollständig bekleidet - Rocky Horror Fans werden enttäuscht sein.)
Spielerisch liegt Brütal Legend irgendwo zwischen Action-Adventure und RTS. Letzteres kommt durch die im Spielverlauf gesammelten Begleiter-Headbanger zustande, die euch mit verschiedenen Spezialfähigkeiten á la Overlord zur Seite stehen.
Nun müsst ihr stark sein, liebe Mit-PCler, den die schlechte Nachricht ist, dass Brütal Legend NICHT für den PC erscheinen wird, sondern definitiv nur für die XBOX 360 und Playstation 3 vorgesehen ist. Dies scheint mir gerade im Hinblick auf die erwähnten Strategie-Einlagen ziemlich unsinnig. Ich hoffe, dass die Entwickler dies nochmal überdenken und uns irgendwann auch auf den heimischen Rechnern Monsterhorden mit der Kraft des Metal umhauen lassen.
In dem Sinne: ROCK ON!