Es wird wieder einmal Zeit für eine kleine Übersicht aktueller Budget-Titel. Denn wie selbst Valve-Boss Gabe Nevell kürzlich feststellte, sind überteuerte Vollpreistitel momentan so unbeliebt, wie nie zuvor. Eine kurzzeitige Preisminderung des über Steam vertriebenen “Left 4 Dead” brachte prompt eine Verkaufssteigerung von 3.000%! Das spricht eine deutliche Sprache.
Doch wir wollen uns hier nicht mir kurzzeitigen Sonderangeboten befassen, sondern stattdessen lieber einen Blick auf dauerhaft günstige Budget-Spiele werfen:
Wer kennt sie nicht - den mutigen, aufrichtigen Hunde-Detektiv Sam und seinen sadistischen, masochistischen, psychopathischen… Naja - Max eben, seinen treuen Kollegen in Hasenform.
Als “Freelance police” (”freischaffende Polizei”) erlebten sie bereits 1993 ihr erstes PC-Abenteuer in dem klassischen Point & Click-Adventure “Sam & Max - Hit the road”. Damals noch in charmantem 2D, haben die Beiden für ihre Neuauflage von 2007 den Weg in die dritte Dimension gefunden. In schicker Comic-Grafik erleben die beiden Charaktere ein neues verrücktes Abenteuer.
Die Budget-Version kostet 10,00 € in der Software-Pyramide und enthält alle sechs Episoden der ersten Staffel, die ursprünglich in monatlichen Abständen (zum Preis von JEWEILS 10,00 €) online veröffentlicht wurden, sowie einige Extras wie Charakter-Biographien und Hintergrundbilder. Derzeit “läuft” die dritte Staffel, es wird also nur eine Frage der Zeit sein, bis “Sam and Max - Season Two” als Budget-Version erscheint.
2. Bioshock
Nach meiner unverhohlenen Begeisterung für Fallout 3 war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Ich mir endlich auch dieses Spiel näher anschauen würde (ein ausführliches Review folgt spätestens, wenn die Vorschau des Nachfolgers ansteht). Ihr seid gefangen in der Art Déco-futuristischen Unterwasserstadt Rapture, einer Ruine dessen, was einst als Utopia für Wissenschaftler geplant war. Hier sollte Forschung ohne jedwede ethische Beschränkung betrieben werden.
Doch letztendlich wurde diese Freiheit der Stadt zum Verhängnis und machte aus der Utopie eine Dystopie. Was hier passiert ist, wie und warum es passiert ist, findet ihr im Spielverlauf anhand von Tonbändern heraus, während ihr euch tiefer und tiefer in’s Innere der Stadt begebt. Macht euch für 10,00 € auf nach Rapture und ergründet das Geheimnis der untergegangenen Stadt!
Supreme Commander ist - in einem Wort - RIESIG!
Ich meine, alles an diesem Spiel ist einfach nur gigantisch - seien es die Einheiten, die Karten, die Länge der Missionen, der Umfang…
Da stört es auch nicht weiter, wenn die Story nur allzu generisch ist. Denn seien wir mal ehrlich - WARUM Ich eine derart riesige Schlacht schlage, kann mir als Kommandant ja eigentlich eh egal sein. Supreme Commander macht den Spieler zu genau dem, was der Titel verspricht: einem höchsten Kommandanten über eine gewaltige Streitmacht. Auf der Karte (die sich stufenlos von der Detaillansicht einzelner Einheiten bis ins Weltall hinauszoomen lässt) bekämpfen sich hunderte Einheiten gleichzeitig zu Wasser, zu Lande und in der Luft.
In den Missionen wird standartmäßig erstman geforscht, gebaut und es werden neue Rohstoff-Vorkommen eingenommen. Die Einsatzziele verändern sich ständig, was dazu führt, dass eine Mission sich teilweise über mehrere Stunden hinwegzieht. Doch darin liegt auch das, meiner Meinung nach, größteProblem von Supreme Commander: Der Spielablauf wirkt extrem schlepped und zäh. Einheiten brauchen teilweise 10 Minuten, um ihr Ziel zu erreichen - vom Aufbau der Gebäude und den Forschungen ganz zu schweigen.
Supreme Commander ist außerdem extrem komplex und umfangreich. Der hohe Schwierigkeitsgrad und der zähe Spielverlauf könnten RTS-Neulinge daher eher abschrecken. Fazit: Fortgeschrittene Strategen MÜSSEN zugreifen, wer auf schnelle Action und Spannung bei annähernd ähnlichem Umfang aus ist, wäre vielleicht mit der (inzwischen auch sehr günstigen) Total War-Reihe besser bedient, sollte aber vielleicht doch darüber nachdenken, dem Spiel für 10,00 € eine Chance zu geben.