Budget- Computerspiele stellen eine günstige Alternative zum teuren Markt der Neuerscheinungen dar. Computerspiele werden immer teurer. Was früher eine Szene von relativ wenigen Leuten belieferte, die ihre Freizeit lieber vor dem Rechner als vor dem Nintendo oder auf dem Fußballplatz verbrachten, ist heute zu einem Massenphänomen geworden.
Spätestens seit World of Warcraft hat jeder Mensch bis 30 schon mal ein Computerspiel gespielt. Doch mit der steigenden Popularität der Spiele hat die Branche Probleme, die man sonst nur aus Hollywood kennt. Raubkopierer machen kleinen Spieleschmieden das Leben schwer, große Produktionen benötigen mittlerweile Millionenbudgets, ähnlich amerikanischen Blockbustern. Deswegen werden die Spiele nicht, wie man annehmen sollte, billiger, sondern im Gegenteil immer teurer.
Wo man früher ein Spiel für 35 D- Mark kaufen konnte, kostet ein aktueller Titel wie „The Witcher“ im Saturn um die 55 Euro. Während Konsoleros immer öfter auf Ebay ausweichen und sich dort gebrauchte PS3 Spiele besorgen, ist es bei PC- Spielen seit längerem üblich, ältere Titel als Budget- Versionen neu aufzulegen.
Firmen wie „Green Pepper“ beispielsweise tun nichts anderes, als Spiele, die schon ein paar Jährchen älter sind, in billiger Verpackung zu Niedrigpreisen ins Regal zu stellen. Außerdem gibt es auch Compilations der Original- Entwicklerfirmen, zum Beispiel die Rollenspiel- Boxen von Bioware, in denen sich alle Klassiker der Baldurs Gate Reihe befinden.
Die kosten dann zwar annähernd so viel wie ein Originalspiel, bieten jedoch vier bis fünf Spiele zum Preis von einem.
Klar, für Grafikfetischisten sind Budget- Spiele nichts. Aber für jeden halbwegs intelligenten Zocker, der am Spiel vor allem Gameplay, Atmosphäre und Story schätzt, wird es ein leichtes sein, mit einem guten Budget- Titel seinen Spaß zu haben.
Ein weiterer Vorteil ist übrigens, dass die älteren Spiele zum Teil besser sind als viele Neuerscheinungen, weil hier in der Entwicklung noch nicht durchgehend der Anspruch der Massentauglichkeit herrschte. Morrowind war besser als Oblivion, Baldurs Gate 1 & 2 sind bisher ungeschlagen und von den Gothic- Spielen sind sowieso nur die ersten beiden Teile erwähnenswert. Diese Liste ließe sich jetzt fortsetzen, aber für den Moment bleibt Fakt: Wer sich von der veralteten Grafik nicht abschrecken lässt, wird mit Budget- Spielen mindestens ebensoviel Freude haben, wie mit einem doppelt so teuren Neupreis- Titel.
Ein weiterer Vorteil der günstigeren Variante ist dabei oft, dass die Spiele aktuell gepatcht sind, und das mittlerweile übliche Bug- Chaos bei Veröffentlichung übersprungen wird.
Ich habe noch eine sehr kleine Liste persönlicher Empfehlungen angehängt, die man meiner Meinung nach gespielt haben sollte, und die alle zum Budget- Preis oder als Compilation erhältlich sind.
(Listenergänzung, danke an Kaimar!)
March 10th, 2008 um 01:50
Was die Empfehlungen angeht, sind Geschmäcker natürlich verschieden, Ich muss allerdings anmerken, dass mir Morrowind z. B. überhaupt nicht gefallen hat. Was die Gothic-Serie angeht, stimme Ich dir absolut zu, besonders die Atmosphäre des ersten Teils ist bisher ungeschlagen. Deus Ex habe Ich tatsächlich gerade für 2.50 gekauft und angefangen, (jaja, Asche auf mein Haupt - Half Life 1 hab Ich auch erst nach Teil 2 gespielt - na und?
) habe allerdings mit erheblichen technischen problemen zu kämpfen, da mein Rechner offensichtlich zu schnell für das Spiel ist (davon abgesehen ein sehr schönder titel, der mir bereits jetzt viel Spaß macht, obwohl Ich erst in der zweiten Mission bin.
Zu der Liste hinzufügen würde Ich spontan noch Prey (ziemlich aktueller Shooter mit Super-Grafik, toller Physik-Engine, spannender Atmo und bereits jetzt für 5.00 € erhältlich) sowie Far Cry, Max Payne 2, Sacred Gold, Monkey Island 3 und Vampire Bloodlines, die mittlerweile alle für 10 € erhältlich sind.
ps: Vielen Dank für den Tipp mit der Fallout-Box, die alten Goldgames-CDs machen’s nicht mehr lange.
March 18th, 2008 um 11:07
Prey habe ich (noch) nicht gespielt, die anderen 6 Titel finden meine volle Zustimmung!
Morrowind vs. Oblivion ist natürlich Geschmackssache. Morrowind gefällt nicht jedem, weil man viel lesen muss und keine richtige Sprachausgabe existiert. Mir persönlich hat da gefallen, dass die Welt viel größer ist und man mehr Modifikationsmöglichkeiten hatte. Außerdem war meiner Meinung das Lvl- Scaling besser gelöst, Oblivion hat mir erst nach fünf Patches wirklich Spaß gemacht.
Ich pack die Spiele, die du genannt hast, mal an die Liste dran.