Ist schon seit einer Woche draußen, für alle, die keine XBOX oder Playstation ihr eigen nennen, heißt es zugreifen!
Die PC-Version wird als Directors Cut verkauft, was konkret bedeutet, dass vier Bonuslevel dazugekommen sind. Die Story dreht sich um einen Gefangenen, der von größenwahnsinnigen Doktoren dazu gezwungen wird, sich in die Erinnerungen seines Vorfahren, eines Assassinen um 1000 nach Christus namens Altair, einzuklinken.
Schleichen - metzeln - Action! Einen ausführlichen Spielbericht gibts in der nächsten Woche. Fürs Erste sollten euch die folgenden Trailer dazu bewegen, schnurstracks in den nächsten Laden zu rennen.
PS: Achtet auf die Hardware-Anforderungen! Die sind nicht ohne.
Das gute Spiele nicht zwingend teuer sein müssen, haben wir ja bereits mit Budget- und Gold-Versionen bewiesen. Aber auch wer gar nichts ausgeben will, kann im Internet mitunter fündig werden. Mit dem Adventure “Stranded II” sei hier einmal ein sehr gelungenes kostenloses Spiel für den PC erwähnt, welches ihr euch herunterladen solltet.
In “Stranded” seid ihr - wie der Name vermuten lässt - spielt ihr eine/n Abenteurer/in der/die auf einer einsamen Insel stranded, pardon - strandet! Um aus dieser ungünstigen Ausgangssituation möglich viel zu machen, bzw. nicht gleich zu verhungern oder zu verdursten, stehen euch nun etliche Optionen zur Verfügung. Der Witz dabei ist: in Stranded könnt ihr praktisch alles machen, was euch nur einfällt.
Ihr habt Hunger? Dann könnt ihr euch wahlweise von Beeren und Pilzen ernähren (Vorsicht: Giftpilze sind - aus eigener Erfahrung - nicht zu empfehlen!), Getreide sammeln, anbauen und zu Brot verarbeiten, Fallen stellen und wilde Tiere jagen, Palmen fällen und Kokosnüsse essen, angeln, Affen mit Bananen ködern, euch Pfeil und Bogen bauen und jagen gehen, mit der Machete jagen, eine Steinschleuder basteln und jagen, rohes Fleisch als Köder mit der Schleuder verschießen und die Tiere damit in eine vorher errichtete Selbstschussanlage aus Ästen und Blättern locken… eure Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
So lebt ihr dann von Tag zu tag, baut euer Lager aus, lernt neue Fertigkeiten, macht evtl. Bekanntschaft mit Eingebohrenen oder wilden Tieren und erkundet eure Insel. Dies geschieht wahlweise im freien Endlosspiel, im anspruchsvollen Abenteuer-Modus oder auf einer komplett eigens entworfenen Insel.
Und wenn ihr glück habt, wird vielleicht eines Tages ein Volleyball an eure Küste gespült und ihr könnt euch mit nur wenigen Zutaten… Nun ja, ihr wisst schon! (ICH hab schon einen!
)
Graphisch mag das Spiel nicht unbedingt den aktuellsten Ansprüchen genügen (das liegt in der Natur der Sache, denn dafür ist es schließlich komplett kostenlos) aber spielerisch macht der Titel auf jeden Fall einiges her.
Wer sich in der Mittagspause auf einschlägigen Seiten vergnügt, wird sie sicherlich bereits kennen. Sogenannte Escape Games haben die Herzen der Programmierer von Online Games offensichtlich im Sturm erobert. Nur so ist die immense Anzahl dieser Spiele zu erklären. Die meisten gibt es als Free Download auf Spiele-Websites und lassen sich direkt im Browser ausführen.
Die Escape Games sind Ableger des klassichen Point-And-Click-Adventures. Was dort meist eine einzelnde Szene darstellt, hat sich im Internet zu einem eigenen Genre entwickelt.
Die Situation: Man ist in einem Zimmer eingeschlossen und muss versuchen, herauszukommen. Dazu öffnet man Schränke, findet Nützliches, löst Rätsel und schafft es am Ende des Spielchens endlich durch die Türe. Wie alle ernstzunehmenden Online Games besitzen auch diese Spiele einen enormen Suchtfaktor, meist ist noch ein simpler Zeitzähler hinzugefügt, der den Widerspielwert erhöhen soll.
Für kurzes Knobeln in der Mittagspause ist diese Art von Spielchen eigentlich perfekt, man findet schnell einen Einstieg und muss eine Weile herumfuhrwerken, bis das gewünschte Ergebnis zustande kommt.
Trotzdem: Mich persönlich locken diese Spiele nicht wirklich hinter dem Ofen hervor, da spiele ich lieber ein richtiges Adventure, das mir in einem Spiel hunderte solcher Szenen in verschiedenen Variationen bietet.
Das Spiel ist seit knapp einem Jahr draußen. Aus aktuellem Anlass (das Prequel Clear Sky steht in diesem Jahr ins Haus), habe ich mir das Produkt neulich zum Low-Budget-Preis gekauft und möchte es natürlich nicht versäumen, meine Meinung dazu kundzutun.
Eines vorweg: Die Releasepolitik von THQ war und ist eine Frechheit. Ein Spiel abzuliefern, dass sich, wie man Foren entnehmen konnte, zu Release bestenfalls mit großen Abstrichen als “spielbar” bezeichnen ließ, erinnert an Jowood, die großen Meister der Beta-Releases. Positiv anzumerken ist aber, dass vom Anfangsdesaster nach mittlerweile 6 Patches, von denen nur der fünfte wirklich groß war, eigentlich nichts mehr zu spüren ist.
Gut, man sollte zu Beginn alle Anti-Aliasing-Optionen seiner NVidia-Karte abschalten bzw auf Anwendungssteuerung stellen. Sonst begrüßt einen beim Spielstart nämlich nur ein wunderschön animierter Himmel, der Rest der Welt fehlt irgendwie. So bietet Stalker, ohne irgendwas geleistet zu haben, schon den ersten Ausflug in bizarre Welten. Ich habe in der ersten Sekunde gedacht, das Spiel wolle mir ein Rätsel stellen… aber gut, dieser Bug ist leicht zu umschiffen.
Kurz zum Hintergrund: Lose Vorlage ist ein sehr guter Science-Fiction-Roman namens “Picknick am Wegesrand” von Arkady und Boris Strugazki. Der darauf basierende Tarkowski-Film “Stalker” hat den Titel zum Spiel geliefert. In Buch und Film geht es um eine geheimnisvolle “Zone” in Russland, die durch außerirdische Einwirkung entstanden ist. Warum und wie genau - das weiß kein Mensch. Klar ist nur, dass die Zone lebensgefährlich ist und Physik und Biologie nicht mehr den gleichen Gesetzen unterworfen sind, wie sonstwo auf der Erde. Anomalien wie die “Fliegenklatsche”, eine Gravitationsballung, die jeden, der hineingerät, zu blutigem Brei verarbeitet, treten in der gesamten Zone auf. Menschen sterben ohne jeden ersichtlichen Grund, die Tierwelt verändert sich und mutiert, Gegenstände entwickelt ein gespenstisches Eigenleben. Kein Ort, an dem ein Mensch lange überleben kann. Trotzdem ballt sich um die Zone eine Gesellschaft von Schatzsuchern, sogenannten Stalkern. Diese bergen Artefakte aus dem Gebiet, deren übernatürliche Fähigkeiten dem Rest der Welt zum Amüsement dienen. Tarkowski nutzte die Buchvorlage zu einem verwirrenden Science-Fiction-Film voller Gesellschaftskritik, Meta-Handlungen und verschlüsselter Botschaften. Das Buch selbst stellt ebenfalls eine sehr kopflastige Vorlage dar. THQ hat die Handlung nach Tschernobyl verlegt und die Außerirdischen weggelassen, ansonsten aber fast alles gleich gelassen. Das Gebiet der digitalen Zone ist riesig, das Zentrum Tschernobyl aus Plänen des echten Ortes detailgetreu nachgebaut.
Eine würdige Umsetzung? Hm.. In Videos und Screenshots von Stalker sieht man meistens eine Waffe am unteren Bildrand, deren Projektile durch vermummte Gestalten dringen und diese blutend gegen nackte Betonwände sinken lassen. Wirkte auf mich vor Genuss des Spiels eher wie Counterstrike mit guter Grafik als wie ein Spielumsetzung, die den Vorlagen in irgendeiner Weise gerecht wird. Also mal wieder alles scheiße? Nein! Naja… schwierig zu beantworten. An sich ist das Gameplay sehr actionlastig. Ich habe Waffen, ich töte nicht zu knapp Gegner, ich werde dauernd von irgendwelchen Viechern attackiert, die ich ebenfalls erschießen muss und die Scripts der Quests beschränken sich meistens darauf, dass ich eine Ruine einnehmen oder einen Schrottplatz verteidigen muss. Indem ich Horden von Gegnern durch gezielte Schüsse den Garaus mache, natürlich. Trotzdem, für mich ist Stalker in erster Linie ein Rollenspiel. Ja, richtig gehört, auch wenn es sich spielt wie Unreal, ist es ein Rollenspiel.
Die Atmosphäre wurde einfach perfekt eingefangen. Genau so habe ich mir beim Lesen des Buches die Zone vorgestellt, genau so auch die Leute, die darin herumlaufen. Die Anomalien sind ebenfalls drin und bescheren 1 A Stalker Feeling: Auf den Boden schmeissen, wenn die Luft flimmert, sonst ist man tot. Charakterentwicklung ist auch vorhanden, man kann seinen Held durch verschiedene Waffen, Ausrüstung und nicht zuletzt gefundene Artefakte aufpeppen. Die Story hat 7 alternative Enden und es gibt eine Menge Backtracking und Nebenquests.
Natürlich ist das Spiel nichts für Leute, die übermäßiges Gegnertöten nicht abkönnen und von Ego-Shooter-Kämpfen gelangweilt sind. Für alle anderen bietet sich hier jedoch ein FirstPerson-Action-RPG (tolle Bezeichnung), welches in Grafik, Atmosphäre, Gameplay UND Umfang punkten kann. Sehr schöne Sache.
Das erfolgreichste PC-Spiel aller zeiten geht in die dritte Runde: Publisher EA veröffentlichte dazu jüngst erste Infos!
Es gibt Spiele, die muss man gespielt haben! und “Die Sims” aus dem Hause Maxis von Designer-Legende Will Wright gehörte seinerzeit definitiv dazu. Erstmals war es möglich, völlig frei gestaltete Charaktere in alter Puppenhaus-Manier ihren (mal verrückten, mal routinierten) Alltag verleben zu lassen. Es dauerte nicht lange und das erste AddOn “Das volle Leben” wurde veröffentlicht.
Sechs AddOns später startete dann der grafisch runderneuerte Nachfolger “Sims 2″, der auch spielerisch viele Innovationen brachte. Sims konnten nun altern und sterben, man konnte Kleinkinder kreieren, Sim-Kinder wurden nicht mehr “über Nacht” vom Storch gebracht (sehr zum Leidwesen aller schwangeren sim-frauen, denn selbst das morgentliche Übergeben wurde naturgetreu implementiert) und viele neue Features wurden hinzugefügt.
Nach insgesamt 16 (!) AddOns für Sims 2 (welches damit den Weltrekord für die meisten kommerziell vertriebenen Erweiterungspakete hält), den drei Spin Off Serien “Lebens-, Haustier- und Urlaubsgeschichten” sowie diversen Konsole- und Handy-Portierungen wurde am 19.03.2008 von EA der Nachfolger “Sims 3″ angekündigt.
Folgende Fakten sind bereits bekannt: (Quelle: SimTimes.de)
Deine Nachbarschaft
Bekannt ist, dass es offensichtlich die Möglichkeit geben wird, endlich mit den eigenen Sims seine Nachbarn zu besuchen. Das dieses Feature bisher fehlte bzw. technisch nicht umsetzbar war, war stets ein Kritikpunkt für viele Spieler. Die Sims sollen in einer nahtlos verbundenen Stadt leben, in der sie mit jedem anderen Sim interagieren können. Sorge bereitet vielen Spielern jedoch die Ankündigung, dass auch die anderen Sims in der Nachbarschaft währenddessen selbstständig leben, heiraten, Kinder zeugen, altern und sterben können. Ein herber Rückschritt für das Spielprinzip, das (bis zum Erscheinen der meiner Meinung nach überflüssigen und langweiligen Spin Offs, die auf Missionen und zeitlicher Begrenzung basieren) immer als Endlosspiel konzipiert war, in dem man seine kleine Familie (oder eben auch mehrere Familien NICHT parallel) hochzüchten, zu Ruhm und Reichtum oder in den Wahnsinn und das Verderben führen kann. Sims mit auf ihre Arbeitsstelle zu begleiten, soll nach wie vor nicht möglich sein, allerdings können in bestimmten Situationen (wie in Sims 2) text-basierte Entscheidungen am Arbeitsplatz getroffen werden, die entweder eine Beförderung bzw. einen Fertigkeits-Bonus oder eine Degradierung bzw. einen Fertigkeits-Malus zur Folge haben.
Deine Persönlichkeit
Der Sim-Editor zum erstellen eigener Sims wurde komplett überarbeitet und soll noch mehr Flexibilität sowie wesentlich mehr Individualität bei der Erstellung des eigenen Sims beinhalten. Features wie Einstellung der Körpermasse sollen dabei ebenso enthalten sein wie 60 verschiedene Eigenschaften (launisch, familienorientiert, genügsam etc.) aus denen jeweils fünf gewählt werden können.
Deine Welt
Wie gewohnt wird es eine Vielzahl von Wänden, Böden, Fenstern, Möbeln, Haushaltsgeräten und abgefahrenen Gadgets geben, mit denen der Spieler seine Sims-Welt wieder detailliert und stundenlanger mühevoller Kleinarbeit zusammenbasteln kann
Sonstige Features
Ob Die Sims 3 trotz einiger seltsam anmutenden Änderungen (parallel-Altern anderer Sims und die Möglichkeit, selbst den Müll zu entsorgen) der Hit wird, den alle Fans sehnlich erwarten, können wir leider erst frühestens 2009 herausfinden. Denn dieses Jahr ist Alles, was Electronic Arts bisher als möglichen Erscheinungstermin bekannt gegeben hat.
Wer ein gutes Spiel zum kleinen preis sucht, der greift zum Budget-Titel. Wer ein richtig gutes Spiel sucht und zudem viel zu viel Geld in der Tasche hat, der bedient sich im immer größer werdenden Sortiment der luxuriösen Special Editions.
Jeder kennt sie, jeder hat sie schonmal in den Händen gehalten und fast jeder möchte sie haben. Diese übergroßen, kiloschweren, hemmungslos überteuerten Special-Edition-Boxen, auf denen zwar auf den ersten Blick lediglich ein Computerspiel steckt, das dem Kenner auf den zweiten Blick jedoch oft ungeahnte Schätze, Raritäten und viele Stunden zusätzlichen Spaß verspricht.
Sei es, um eine komplette Spielehistorie anhand einer einzigen Compilation nachverfolgen zu können und Spiele für sich wiederzuentdecken, die in ihrer Urfassung von keinem gängigen Betriebssystem mehr akzeptiert werden (mittels sog. Gold-Editionen wie “Command and Conquer: The first Decade) oder einfach um seinem Fanboy-Dasein Ausdruck zu verleihen und sich seine liebsten Klassiker (bzw. dessen Nachfolger) in einer “etwas anderen Version” zu erleben.
Neben den Neuauflagen vergangener Serienteile befinden sich in den Special Editions auch oft mehr oder weniger nützliche Goodies. Geradezu standartmäßig erwarten könnt Ihr:
Aber selbstverständlich gibt es auch hier oft Kuriositäten, die dem Sammler als Solchen auszeichnen und teilweise bereits auf mehrere Kilometer für Gleichgesinnte erkennbar machen. die herausragendsten:
Wer also etwas mehr Inhalt und (mehr oder weniger) nützliche Extras haben will und bereit ist, dafür etwas mehr Geld auszugeben, dem seien ausgewählte Gold- oder SE-Editionen durchaus zu empfehlen.
Besondere Empfehlungen von mir:
Seit World of Warcraft gibt es sie wie Sand am Meer – MMOs. Zu jedem mehr oder weniger sinnvollen Titel bringt eine mehr oder weniger renommierte Firma ein MassiveMultiplayerOnline-Game raus. Wer soll da noch den Überblick behalten?
Nun, es gibt mindestens einen in Deutschland, der sie fast alle kommentiert hat. Durchgehend negativ, versteht sich. Olnigg a.k.a Dieter Henke ist eine Art Online-Satiriker aus der Zeit, als die Spiele noch mit dem klobigen Titel MMORPG versehen waren.
Seine „Bilgg“, eine Satirezeitschrift über Ultima Online, wurde nach 68 Ausgaben in „Olnigg“ umbenannt und widmete sich ab dann allen anderen Genrevertretern mit der gleichen liebevollen Aufmerksamkeit. Legendär sind neben den alten UO- Beiträgen seine WoW-Besprechungen und die geheimen Entwicklerchats der Everquest II Entwicklerteams.
Von Olnigg existieren zwei Bücher, „Olnigg und die Bytebullen“ und „Olnigg im Dämonenstüberl“, das erste ist meiner geschätzten Meinung nach das Bessere. Die gibt es bei Amazon, Teil eins lohnt sich auf jeden Fall.
Olnigg erfreut sich einer wachsenden Fangemeinde, auch nach Einstellung seines Forums „Das 5. Brett“ sind viele alte Leser geblieben, durch seine neue Kolumne „Der Nörgelork“ auf buffed.de werden hoffentlich genügend Neue dazukommen, um ihn am Aufhören zu hindern.
Denn, auch wenn nicht alle Olnigg-Ausgaben gleich gut daherkommen: In Topform schwafelt Herr Olnigg jedes Spiel - ob MMO oder Offliner - in Grund und Boden, während man lachend danebenliegt. Einfach mal Olnigg.de besuchen und im Archiv stöbern.
Am 20. März, also in genau einer Woche, soll der neue Rundenstrategie-Titel „Hired Guns – The Jagged Edge“ im Laden stehen. Das PC-Spiel wurde 2005 als „Jagged Alliance 3D“ angekündigt, musste dann aus namensrechtlichen Gründen in „JAZZ: Hired Guns“ umbenannt werden und hat jetzt noch einmal einen neuen Titel spendiert bekommen.
Wahrscheinlich wollte der Publisher unbedingt ein „Jagged“ im Titel haben, damit auch der letzte Mensch versteht, dass wir es hier mit einem inoffiziellen Nachfolger des legendären „Jagged Alliance 2“ zu tun haben.
Das bekam mit „Unfinished Business“ schon vor längerer Zeit ein Addon (Massenhaft Waffen = gut! / keine Freiheit = schlecht!) sowie letztes Jahr mit „Wildfire“ eine Vollpreis-Mod spendiert, ein offizieller Nachfolger namens „Jagged Alliance 3“ ist in der Mache.
Braucht die Welt also einen inoffiziellen Nachfolger von Jagged Alliance 2? Wenn man sich die bisherigen „Nachfolger“ so anschaut: Auf jeden Fall! Das Spielkonzept - clevere Rundenstrategie aus der ISO-Perspektive - ist der Hammer. Das können die meinetwegen 1:1 von JA2 übernehmen. Wenn dann noch die Charaktere stimmen und sich in massenhaft Quests genügend Waffen bugfrei einsetzen lassen, ist alles in bester Ordnung. Die Demo ließ ja bereits hoffen, von der endgültigen Umsetzung wird man sich nächste Woche überzeugen können.
Das Spiel kostet bei Amazon 35 Euro, erfrischend wenig für einen neuen Titel. Die Grafik ist nicht berauschend, solange das Spielprinzip stimmt, wird das sicherlich vielen Leuten egal sein.
Nicht umsonst ist Jagged Alliance 2 immer noch legendär – vielleicht ist mit Hired Guns – The Jagged Edge endlich ein würdiger Nachfolger gefunden!
Budget- Computerspiele stellen eine günstige Alternative zum teuren Markt der Neuerscheinungen dar. Computerspiele werden immer teurer. Was früher eine Szene von relativ wenigen Leuten belieferte, die ihre Freizeit lieber vor dem Rechner als vor dem Nintendo oder auf dem Fußballplatz verbrachten, ist heute zu einem Massenphänomen geworden.
Spätestens seit World of Warcraft hat jeder Mensch bis 30 schon mal ein Computerspiel gespielt. Doch mit der steigenden Popularität der Spiele hat die Branche Probleme, die man sonst nur aus Hollywood kennt. Raubkopierer machen kleinen Spieleschmieden das Leben schwer, große Produktionen benötigen mittlerweile Millionenbudgets, ähnlich amerikanischen Blockbustern. Deswegen werden die Spiele nicht, wie man annehmen sollte, billiger, sondern im Gegenteil immer teurer.
Wo man früher ein Spiel für 35 D- Mark kaufen konnte, kostet ein aktueller Titel wie „The Witcher“ im Saturn um die 55 Euro. Während Konsoleros immer öfter auf Ebay ausweichen und sich dort gebrauchte PS3 Spiele besorgen, ist es bei PC- Spielen seit längerem üblich, ältere Titel als Budget- Versionen neu aufzulegen.
Firmen wie „Green Pepper“ beispielsweise tun nichts anderes, als Spiele, die schon ein paar Jährchen älter sind, in billiger Verpackung zu Niedrigpreisen ins Regal zu stellen. Außerdem gibt es auch Compilations der Original- Entwicklerfirmen, zum Beispiel die Rollenspiel- Boxen von Bioware, in denen sich alle Klassiker der Baldurs Gate Reihe befinden.
Die kosten dann zwar annähernd so viel wie ein Originalspiel, bieten jedoch vier bis fünf Spiele zum Preis von einem.
Klar, für Grafikfetischisten sind Budget- Spiele nichts. Aber für jeden halbwegs intelligenten Zocker, der am Spiel vor allem Gameplay, Atmosphäre und Story schätzt, wird es ein leichtes sein, mit einem guten Budget- Titel seinen Spaß zu haben.
Ein weiterer Vorteil ist übrigens, dass die älteren Spiele zum Teil besser sind als viele Neuerscheinungen, weil hier in der Entwicklung noch nicht durchgehend der Anspruch der Massentauglichkeit herrschte. Morrowind war besser als Oblivion, Baldurs Gate 1 & 2 sind bisher ungeschlagen und von den Gothic- Spielen sind sowieso nur die ersten beiden Teile erwähnenswert. Diese Liste ließe sich jetzt fortsetzen, aber für den Moment bleibt Fakt: Wer sich von der veralteten Grafik nicht abschrecken lässt, wird mit Budget- Spielen mindestens ebensoviel Freude haben, wie mit einem doppelt so teuren Neupreis- Titel.
Ein weiterer Vorteil der günstigeren Variante ist dabei oft, dass die Spiele aktuell gepatcht sind, und das mittlerweile übliche Bug- Chaos bei Veröffentlichung übersprungen wird.
Ich habe noch eine sehr kleine Liste persönlicher Empfehlungen angehängt, die man meiner Meinung nach gespielt haben sollte, und die alle zum Budget- Preis oder als Compilation erhältlich sind.
(Listenergänzung, danke an Kaimar!)
Bereits Mitte des letzten Jahres versetzte ein Trailer die Spielergemeinde in Aufruhr: Mafia 2, der Nachfolger des legendären 3rd-Person-Shooters wurde von Entwickler Illusion Softworks angekündigt.
Erinnern wir uns ein paar Jahre zurück und betrachten die Spiele, die Anfang des neuen Jahrtausends auf den Markt kam, so fällt ein Titel besonders heraus. Noch heute gilt er als der ultimative Klassiker eines Genres, für das es eigentlich keine offizielle Bezeichnung zu geben scheint und das deshalb schlicht mit „GTA-like-Titel“ bezeichnet wird. Viele haben versucht, das Erfolgsrezept eines Grand Theft Auto zu kopieren, doch nach Meinung vieler Spieler ist dies nur einem Spiel wirklich gelungen: Mafia!
Im ersten Teil verfolgten Sie den stetigen Aufstieg von Taxifahrer Tommy Angelo, der zu Zeiten von Prohibition und Weltwirtschaftskrise nach einem kleinen „Zusammenstoß“ mit eiskalten Mafiosi selbst in jene verlockende Welt aus Geld, Macht und Gewalt gezogen wird.
Wer das Spiel bis zum Ende gespielt hat, den wird es allerdings nicht verwundern, dass Sie im Nachfolger nicht in die Haut von Tommy Angelo schlüpfen, (Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten) sondern Gerüchten zufolge in Die des legendäre Mafioso Charles “Lucky” Luciano (der von 1896 bis 1962 tatsächlich in New York gelebt hat).
Ein gewagter Schritt von Illusion Softworks, wenn man bedenkt, dass Lucky Luciano der noch heute in Mafia-Kreisen aktiven Genovese-Familie angehörte. Ob hier nicht das eiserne Gesetz des Francis Ford Coppola (bzw. Mario Puzzo) gebrochen wurde?
„Überschreite nie persönlich die Grenze zwischen fiktionaler und realer Mafia“ (Quelle: Audiokommentar zu „Der Pate“)
Schaut man sich das Leben von Lucky Luciano an, kann man eigentlich nur hoffen, dass Illusion Softworks sich Dieses zum Vorbild für den heiß erwarteten Gangster-Titel nimmt. Denn für eine packende Story wäre damit allemal gesorgt. Näheres werden wir aber leider erst 2009 erfahren, denn in den Releaselisten, die Take 2 2007 für 2008 veröffentlichte, war von Mafia 2 nichts zu sehen.
Doch eines ist sicher: Wenn der Titel erst einmal erschienen ist, werden uns die Softwarehändler damit ein Angebot unterbreiten, das wir definitiv nicht ablehnen können.