Viva Las New Vegas! Im neuesten Teil der postapokalyptischen Rollenspiel-Saga geht es “back to the roots” in mehr als einer Hinsicht. Auffälligste Neuerung: Der Schauplatz wird wieder von der Ost- an die Westküste der USA verlegt.
Das Spiel beginnt - untypisch - mit dem Tod des Protagonisten. Doch keine Angst: Wir werden nicht etwa als herummodernder Zombie-Skellet-Held á la “Medievil“eure Feinde mit unseren eigenen Armknochen verprügeln. Denn ganz so tot, wie der Held zunächst scheint, ist er dann doch nicht.In einem ziemlich üblen Zustand, erleben wir, wie ein Roboter namens Victor uns aus unserem vermeintlichen Grab befreit und in einer schäbigen Wild-West-Geisterstadt namens Goodsprings aufpäppelt. Der Mann, der das tut, heißtDr. Mitchell und wir selbst hören auf denklangvollen Namen… Ääh… Naja,ist ja auch nicht so wichtig. Genaugenommen eigentlich schon, aber unser Held hat’s wegen des harten Schlages auf den Kopf gerade nicht so mit Namen - oder irgendwelchen anderen Erinnerungen.
Jason Rohrer nennt seine neuste Spielkreation ein “asymmetrisches Erzählspiel”. Im gewohnt minimalistischen Stil können nach Herzenslust Pixelwelten erschaffen werden, die ein zweiter Spieler dann erkunden muss. In abwechselnden Spielzügen kommt es zu einem unmittelbaren Austausch zwischen Erschaffer und Spieler in einem Spiel, das theoretisch alles möglich macht.
Kinofilme definieren sich in der heutigen Zeit anhand von Bildschirmauflösung, Spezialeffekten und möglichst lebensechter Brutalität. Gleiches gilt für Videospiele, bei denen der Inhalt wenn überhaupt von sekundärer Wichtigkeit ist. Im Angesicht der grenzenlosen Möglichkeiten von CGI haben viele vergessen, dass es eine Zeit gab, in der Videospiele durch Story und Atmosphäre fesseln konnten. Hier knüpft der 33-jährige New Yorker Video Game Auteur Jason Rohrer mit seinen Spielen an, die aus archaisch anmutenden Pixelhaufen bestehen, aber dennoch zu berühren wissen.
Sleep is Death (Geisterfahrer) - Wie funktioniert das Spiel?
Jeder der beiden Teilnehmer hat 30 Sekunden Zeit für eine Runde. In dieser Zeit kann sich der Spieler frei in der Umgebung bewegen, die zuvor vom Controller entworfen wurde. Dieser hat nach Ende des Spielzuges 30 Sekunden Zeit, das Level an die Aktionen des Spielers anzupassen, Musik zu verändern oder was immer ihm einfällt zu tun.
Kreatives Chaos ist in Sleep is Death ebenso vorprogrammiert wie die sprichwörtliche Angst vor der weissen Leinwand. Das Interface zum Gestalten der Spielewelt ist denkbar einfach gehalten, und muss vom Controller perfekt beherrscht werden, um unmittelbar auf die Aktionen des Spielers reagieren zu können.
Sleep is Death (Geisterfahrer) - Ein kreatives Gemeinschaftserlebnis
Ähnlich wie bei einem Pen & Paper Rollenspiel hängt die Qualität des Spielerlebnisses massgeblich vom kreativen Kopf des Controllers ab. Denn sind Szenerie und Handlung langweilig, kann selbst der kreativste Spieler nicht mehr viel retten. Optimales Teamwork hingegen ermöglicht die Erschaffung von sehr persönlichen, witzigen oder tiefgründigen Adventures, die aufgezeichnet werden und als Diashow wieder abrufbar sind.
Am besten funktioniert dies natürlich, wenn die beiden Spieler sich persönlich kennen. Und genau darauf zielt Rohrer ab: Das Unpersönliche in Videospielen wird verdrängt, oder zumindest so weit wie möglich an den Rand gedrängt durch die minimalistische technische Umsetzung. Das ganze Spielprinzip lebt allein von menschlicher Kreativität und Persönlichkeit, und nicht von computergenerierten Spezialeffekten.
Das sagt natürlich nicht jedem Otto-Normalzocker zu, was sich schon anhand von Kommentaren auf youtube feststellen lässt: “who would touch this shit when you can play world of warcraft?” Alle anderen können sich Sleep is Death (Geisterfahrer) für 7 Dollar hier downloaden.
Mit Trapped Dead hat der deutsche Publisher Headup Games einen ungewöhnlichen Genremix angekündigt: Ein Echtzeit-Strategiespiel mit Zombieaction. Damit werden wohl die Gebete von Horrorfilm-Fans endlich erhört, denn warum hysterisch und kopflos gegen die schlurfenden Gehirnfresser kämpfen, wenn man auch mit Taktik vorgehen kann?
Die Story reisst wohl keinen mehr vom Hocker, auch wenn sie im Falle von Trapped Dead mal wieder ein klein wenig modifiziert wurde. Diesmal hat die Invasion der Deadheads ihren Ursprung in den Maisfeldern in Kansas, wo sich durch genmanipulierten Mais eine Epidemie ausbreitet, die zuerst Hunde befällt, und dann… bla bla etc. etc. Diesen Teil kann man sich getrost sparen, die Frage ist nur: Wird hier auch was neues geboten?
Trapped Dead - Action mit Köpfchen
Hinter den Köpfchen, oder besser gesagt den Gehirnen, sind die Zombies auch in diesem Spiel her, alles andere wäre ja too much Innovation. Der Spieler muss sich mit Shotguns, Baseballschlägern, Schraubenziehern und was sonst noch so herumliegt bewaffnen, weiterlesen »
„Aah, Venedig“ sagt Harrison Ford, als er in seiner Paraderolle als furchtloser Abenteurer Indiana Jones aus der Kanalisation klettert und sich in ebenjener Stadt wiederfindet.
„Aah Venedig“ sagen – neben Kennern des neuen Assassin’s Creed 2 – nun aber vor Allem auch Fans der Anno-Reihe, die das fortschrittliche Volk vielleicht noch als fahrende Händler aus „Anno 1503“ kennen. Nun kehren die italienischen Gondelfahrer und Steghausbauer zurück.
Im neuen AddOn zu „Anno 1404“ aus dem Hause Related Designs fungiert die Stadt (realen Bedingungen der entsprechenden Zeit nachempfungen) als Schnittstelle zwischen Ost und West. Damit wird ihr eine großepolitische und wirtschaftliche Macht zuteil, was uns als aufstrebende Weltherr- ähem… aufrichtige Warenhändler natürlich brennend interessiert.
Eines der international erfolgreichsten Spiele aus Deutschland wird fortgesetzt. Für das Sequel haben sich die Entwickler viel vorgenommen und Fans des ersten Teils dürfen gespannt sein.
Vorneweg: Wer (wie ich) Crysis bei seinem Erscheinen anno 2007 nicht spielen konnte, weil der Rechner zu schwach war, der sollte definitiv nochmal einen Blick auf meine aktuellen Butget-Tipps werfen. Das Spiel ist nach wie vor grafisch führend, durchaus bezahlbar und mit aktueller Hardware relativ hübsch und flüssig spielbar.
Für den Nachfolger soll die Grafik natürlich weiter verbessert werden. Ein höherer Detailgrad und schönere Partikeleffekte sollen das Spiel noch realistischer wirken lassen.
Zugegeben, es ist etwas weit hergeholt, meine aktuelle Budget-Liste an diesen Feiertagen aufzuhängen. Aber wie sagt man so schön: „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.“
Also feiern wir und erfreuen uns der Tatsache, dass Spiele, die noch vor einem halben Jahr als Genre-Referenzen galten (und dies teilweise noch immer tun) bereits zu einem absolut bezahlbaren Preis erhältlich sind. Hier meine aktuellen Top 5 Budget-Tipps (Genannt sind aktuelle Marktpreise, gebraucht geht’s natürlich noch billiger.):
1. Crysis (EA Classics Edition)
Der 2007 erschienene Edel-Shooter aus dem Hause Crytek ist inklusive AddOn „Crysis Warhead“ und dessen Multiplayer-Ableger „Crysis Wars“ als „Crysis – Maximum Edition“ für humane 19,99 € erhältlich. Der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern. Ein ausführliches Preview an dieser Stelle wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Betrachtet man das Motorradgang-Szenario aus “The Lost And Damned” als Parallele zum Gang-Setting von “GTA: San Andreas”, so ist eine Parallele zwischen Gay Tonys Glamourwelt und der glitzernden High Society-Szene aus “GTA: Vice City” ebenso naheliegend wie konsequent. Das gilt insbesondere, wenn man zusätzlich die Verbindung zwischen GTA 3 und GTA 4 herstellt, die beide in Liberty City spielen, aber Selbiges nicht im Namen tragen.
Das zeigt, dass sich Rockstar North der Tatsache bewusst ist, dass sie im Laufe der Serie durch die Verschiedenheit der Stilrichtungen sehr verschiedene Geschmäcker bei ihren Fans getroffen haben. Daher halte ich es für eine sehr sinnvolle Entscheidung, gar nicht erst zu versuchen, all diese Facetten unter einen Hut zu bringen (denn dabei würden zwangweise Inhalte auf der Strecke bleiben), sondern stattdessen getrennte AddOns zu veröffentlichen, die auf die verschiedenen Vorlieben eingehen.
In diesem finalenTeil meines (nicht mehr ganz so kleinen) Previews zur Grand Theft Auto 4-AddOn-Sammlung “Episodes from Liberty City” werfe ich einen Blick auf technische Verbesserungen sowie den Mehrspielermodus und gebe mein vorläufiges Urteil ab.
Technik:
Auf technischer Seite wird die Grafik im Vergleich zur XBox 360 und zum Hauptprogramm nochmals verbessert. Schärfere Texturen und fehlende Tiefenunschärfe (was erstmal nach einer Einschränkung klingt, aber im gegenteil eine höhere Weitsicht erlaubt und in der Konsolenversion lediglich als eleganter “Trick” für eine bessere Performance eingesetzt wurde) sorgen für ein rundum schöneres Liberty City.
Auf Wunsch kann die Dichte an Fahrzeugen und Passanten in der Stadt bis auf das Dreifache erhöht werden, was für ein sehr lebendiges Stadtbild sorgt aber logischerweise die Hardwareanforderungen exponentiell erhöht.
In meinem letzten Beitrag erwähnte ich ja bereits, dass GTA Vice City mein bisheriger Lieblingsteil ist. Somit freue ich mich umso mehr auf “The Ballad of Gay Tony”, die zweite Erweiterung, die ab dem 30. März für PC spielende GTA 4-Fans erhältlich sein wird.
Während uns “The Lost And Damned” in die düstere, brutale Szene amerikanischer Motorradgangs entführt, geht es bei diesem AddOn zu “Grand Theft Auto 4” aus dem Hause Rockstar North (vertrieben von Publisher 2k Games) in die glitzernde, schillernde, schimmernde Glamourwelt von Gay Tony. Dieser hat’s - wie der Name schon sagt - nicht so mit Frauen, besitzt aber nichtsdestotrotz einen exklusiven Stripclub.
Da das Geschäft nicht gut läuft und Tony neben finanziellen Problemen und Drogenproblemen nun noch Probleme durch die kriminellen Aktivitäten Nico Bellics bekommt, helfen wir in der Rolle seines Handlangers Luis tatkräftig aus.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, das Vertreter der GTA-Serie erst mit dem Prädikat “XBox Exklusiv” in den Handel kommen und später (nachdem die Verkäufe für die Kobsolenspiele abgeebbt sind) ihren Weg doch noch auf den PC finden.
Die beiden GTA 4-AddOns “The Lost And Damned” und “The Ballad of Gay Tony” bilden da keine Ausnahme und werden vom Publisher 2k Games am dem 30. März sowohl als Einzel-Downloads via Games for Windows Live, als auch in Form des AddOn-Pakets “GTA IV: Episodes from Liberty City” erhältlich sein.
Die Stories der beiden Erweiterungen aus dem Hause Rockstar North verlaufen parallel zum Hauptspiel, weshalb wir diesmal nicht in die Haut von Nico Bellic schlüpfen, sondern stattdessen als Johnny und Luis unterwegs sind. Knotenpunkt der Handlung ist der aus Grand Theft Auto 4 bekannte Diamantenraub, dessen Nachwirkungen nun dafür sorgen, dass sich die drei Handlungsstränke immer mal wieder kreuzen. So läuft uns neben bekannten Charakteren selbst Nico Bellic hin und wieder über den Weg.