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Der Kampf der Messen: GamesCom Köln verlegt Termin!

Autor: kaimar
abgelegt in: Aktuelles

Ein Raunen ging durch die Gamerszene, als Anfang dieses Jahres bekannt wurde, dass die erfolgreiche leipziger Games Convention ab 2009 als GAMESCom in Köln stattfinden sollte. Nun schlägt die angeschlagene CG zurück: Die Schlacht der Computerspielemessen geht in die nächste Runde.
So beschlossen die Verantwortlichen in Leipzig schlicht, ihre Messe tapfer weiterzuführen und zudem der Konkurrenz aus den eigenen Reihen insofern einen Schritt vorraus zu sein, als dass man die Games Convention bereits am 19.-23. August stattfinden ließe. Knapp einen Monat, bevor die GAMESCom in Köln ihre Pforten öffnet.

Die Aussicht, durch eine vorgelagerte Leipziger Messe an Aktualität zu verlieren und sich weltweite Erstankündigungen großer Developer und Publisher (Electronic Arts, Microsoft, Ubisoft etc.) entgehen zu lassen, die der beliebten leipziger Messe bereits zugesagt hatten, stieß den Organisatoren der GAMESCom (in Kooperation mit dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) nun so sauer auf, dass man kurzerhand die eigene messe um einen Monat vorverlegte: exakt auf die Zeit vom 19.-23. August!

„Wir wollen eine europäische Leitmesse, keine nationale Veranstaltung“, sagt BIU-Verbandsgeschäftsführer Olaf Wolters. „Die Messe soll und muss sich weiterentwickeln. Der Standort Leipzig hat aber die Wachstumsgrenze erreicht“.

Fraglich ist jetzt natürlich, wie sich die großen Spielehersteller in dieser Situation verhalten. Die Messe in Leipzig ist bereits als feste Größe in der Szene etabliert und erfreut sich größter Beliebtheit, wohingegen die GAMESCom über wesentlich größere finanzielle Mittel zu Präsentation, sowie eine weltweit bekannte Metropole als Veranstaltungsort und daher eine stärkere Wahrnehmung in den Medien verfügt.

Ich glaube, dass für die großen Konzerne die stärkere Medienpräsenz in Köln mehr bedeutet, als die Einhaltung eines zuvor gegebenen Versprechens oder gar eine nostalgisch-sentimentale Sympathie für den “Underdog” aus Leipzig. Daher ist zu erwarten, dass sich die Leipziger - gemäß ihrer “neuen” Rolle als alternative Spielemesse zur “großen” Tochter GAMESCom - eher den kleineren Developern und Publishern zuwenden, die ansonsten im Medienrummel der “Großen” untergingen.

Lächelnder Dritter in dieser Situation ist übrigens die E3 (Los Angeles), welche in den letzten beiden Jahren stark an Popularität eingebüßt hat. Nach dem misslungenen Versuch der einstmals weltweit wichtigsten Spielemesse, sich in den letzten Jahren von der Masse der Spieler zu entfernen und als “Fachmesse” nur noch ausgewählte Gäste zu Präsentationen in Hotel-Tagungsräume einzuladen, will man nun “back to the roots“, d. h. die Messe wird wieder größer und volksnäher.


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