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Die Geschichte der Gothic-Serie: Gothic 1 - Willkommen in der Kolonie

Autor: kaimar
abgelegt in: Spieleklassiker

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Ich muss zugeben, dass Ich schon sehr skeptisch war, als Ich las, dass Jowood plant, ein neues Gothic von einem anderen Entwickler als Piranha Bytes entwickeln zu lassen. Nun ja, skeptisch bin Ich noch immer, und zudem sicher, dass dieses Gothic kein richtiges “Gothic-Gothic”, sonern bestenfalls ein sehr anderes Gothic sein wird.

Doch wie kam es überhaupt zu dieser seltsamen Situation, dass ein Entwickler seine eigene Serie nicht mehr fortführen darf und Fans gleichermaßen den Boykott des letzten wie des nächsten Teils ihrer Lieblingsserie propagieren?

Nun, wie so oft an dieser Stelle habe Ich mal wieder meinen Flux-Kondensator (Das ist tatsächlich die korrekte Übersetzung, ihr Klugscheißer ;) ) entstaubt, mein Hoverboard poliert, mir in der Apotheke um die Ecke ‘ne Dose Plutonium besorgt und bin mit lässigen 1.21 Gigawatt ins Jahr 2001 gereist.

In diesem jahr wurde in Bochum Spielegeschichte geschrieben. Mit Gothic 1 erschien ein Titel, der mit einer einmaligen Atmosphäre die Geschichte eines Namenlosen Helden erzählte, der unschuldig in eine Gefängnisskolonie auf der mystischen Insel Khorinis geworfen wurde. Schnell muss der Held feststellen, dass es aufgrund einer verhängnisvoll über ihm flimmernden magischen Barriere keinen einfachen Ausweg aus dieser Situation geben soll. Also macht er sich nach einer “freundlichen” Begrüßung durch einen Mitgefangenen auf den Weg, um sich zunächst in die rauhe Gesellschaft der Kolonie zu integrieren. Denn hier haben die Gefangegen das Sagen. Allen vorran Oberanführer Gomez, der, in seiner Burg gut bewacht, regelmäßig Waren aus dem Umland gegen das heiß begehrte Erz aus der Kolonie tauscht. Alternativ kann sich der Held jedoch auch dem (auf den ersten Blick) anarchistischen “neuen Lager” der Banditen anschließen, was ihm zwar mehr freiheiten gewährt, ihn aber wiederum in Gomez “altem Lager” unbeliebt machen würde. Oder er geht in den nahegelegenden Sumpf und kifft sich mit den “Sektenspinnern” die Rübe weg (rein virtuell natürlich - Keine Nacht… Ääh, Macht den Drogen!).

Diese Entscheidung bestimmt nicht nur die Sympathien und Antipathien innerhalb des Lagers, sondern auch den gesamten Spielverlauf. Wer ein mächtiger Magier werden will, schließt sich wahlweise Gomez an, um somit in den inneren Ring der Burg zu kommen und Kontakte zu den Feuermagiern zu knüpfen, oder dem alten Lager, um sich mit den Wassermagiern anzufreunden. Oder man geht in den Sumpf, raucht brav sein Sumpfkraut und wird zum (mehr oder weniger) mächtigen Guru mit Psi-Kräften. Wer es lieber direkt mag, kann ebenso in jedem der drei Lager als Krieger anfangen. Im Laufe des Spieles winken dann hin und wieder Beförderungen für besondere Heldentaten, die den eigenen Status und das Ansehen innerhalb der Kolonie zusätzlich verbessern.

Graphisch machte das Spiel leider schon seinerzeit nicht sehr viel her und auch die gewöhnungsbedürftige Steuerung wurde von vielen Spielern bemängelt. Was jedoch die Atmosphäre, den Sound (nicht nur der geniale Soundtrack, der sich den jeweiligen Situationen anpasste, sondern insbesondere die Sprachausgabe, die sogar ohne wirklich prominente Synchronsprecher zum besten gehört, was man je in einem Spiel gehört hat) und die sich langsam entwickelnde Story angeht, hat Gothic seinerzeit Maßstäbe gesetzt. Wer dieses Spiel nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst und sollte dringend zur mittlerweile sehr günstigen Gold-Version greifen.

A Pro Pos Sound: Unvergessen ist natürlich auch der legendäre Gastauftritt von In Extremo im zweiten Kapitel des Spieles. Bitte an alle Spiele-Entwickler von Heute: habt IHR doch mal wieder den Mut zu einer derart genialen Aktion!


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  1. hhhhhh schreibt:

    das ist ja voll krass

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