Nicole Bonnet ist zurück! “Oh Nein”, werden jetzt viele schreien, “schickt die Frau doch endlich in den wohlverdienten Ruhestand!”
Dass sich das Adjektiv “wohlverdient” hierbei nicht auf die FBI-Ermittlerin selbst, sondern den Spieler bezieht, dürfte jedem klar sein, der schon einmal versucht hat, diese Frau durch eines ihrer bisherigen Abenteuer zu lenken.
So zeichnet sich die “Die Kunst des Mordens”-Reihe von Entwickler dtp Entertainment zwar stets durch eine im Ansatz interessante Story aus, die jedoch ihr ganzes Potantial an ein unfaires, unnötig filigranes Rätseldesign, sowie unglaubwürdige Interaktionen der überaus unsympatischen Charaktere verschenkt;
Allen voran die Königin kühl kalkuliert krankmachender Kino-Klischees (vom Aufwiegen einer Goldstatue mit Erde, bis hin zum Verfolgen des Mörders -AUF’S DACH- ), Nicole Bonnet. (Achtung: Nicht “bonée” gesprochen, sondern in der Tat BO-NETT - wie “Boh, net schon wieder!”)
Nicole Bonnet, die Frau, die gerne Nina Kalenkow, Nicole Collard und Elaine Marley wäre - zusammengerollt und eingepackt in Lara Croft!
Das Alles wäre ja nicht so schlimm, wenn es sich bei dieser Serie um ein kleines, unbedeutendes Randgruppen-Produkt des Point & Click Adventure-Genres handelte. Aber nein, “Die Kunst des Mordens: Geheimakte FBI” und “Die Kunst des Mordens: Der Marionettenspieler” haben es ihrerseits sogar geschafft, solch großartige Spiele wie Ceville in puncto Verkaufszahlen abzuhängen. Liebe Spielegemeinde, was ist nur los mit euch? Gibt es denn nicht genug abschreckende Beispiele dafür, dass man sich von dieser Serie FERNHALTEN sollte?
Falls euch das noch nicht überzeugen sollte, seht euch einfach folgenden Screenshot aus “Die Kunst des Mordens 3: Karten des Schicksals” an: Ich glaube, ich muss gar nicht mehr sagen. Ein Moorhuhn-Minispiel in einem Adventure? Also wirklich, das ist einfach nur traurig…