Fallout New Vegas wird in etwa die Größe seines Vorgängers (ohne Bewegungen einschränkendes Washington) vorweisen können. Da Bethesda von einer gleichbleibenden Spieldauer ausgeht, ist mit einer ähnlichen Anzahl an Orten und Quests zu rechnen (bzw. es ist zu hoffen).
Da Nevada in der Fallout-Historie über vergleichsweise wenige militärische Ziele verfügte, wurde der Bundesstaat von größeren Atomschlägen weitestgehend verschont. Jedoch keine Angst: auch wenn der Himmel manchmal blau scheint und sogar schon das eine oder andere Grasbüschel gesichtet worden sein soll, herrscht dennoch gewohnt bedrückende Endzeit-Atmosphäre.
Ungefährlicher als im Vorgänger ist das Leben in der postapokalyptischen Einöde keineswegs. Im Gegenteil: Einer der Hauptkritikpunkte an Fallout 3 war dessen im späteren Spielverlauf ständig geringer werdender Schwierigkeitsgrad. Was damals noch Fans mit der “Hardcore-Mod” erledigen mussten, wird nun von Haus aus mitgeliefert. In diesem optionalen, besonders realistischen Spielmodus machen folgende Änderungen dem angehenden Helden das Leben schwer:
Auch optisch geht es in der harten Welt da draußen nicht gerade zimperlich zu. Herumfliegende Gliedmaßen und zerspringende Köpfe etc. werden zwar in der Originalversion enthalten sein, aber wahrscheinlich für den deutschen Markt entschärft. (Tipp: Wenn ihr die deutsch lokalisierte Version unzensiert spielen wollt, Importiert euch das Spiel aus Österreich.)
Technisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger bisher leider nur wenig getan. Die schon anno 2008 angestaubte Engine wirkt nun gnadenlos veraltet und kann nicht mit aktuellen Rollenspiel-Titeln, wie Mass Effect 2, Dragon Age oder Risen mithalten. Das ist zwar schade, doch zumindest für mich weit davon entfernt, ein kaufentscheidendes Kriterium zu sein - insbesondere bei einem Rollenspiel!