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Filme zu Spielen sind wie Spiele zu Filmen…

Autor: kaimar
abgelegt in: Allgemein

Ergänzend zu meinem letzten Eintrag soll hier natürlich die Andere Seite der Medallie nicht unerwähnt bleiben: Verfilmungen erfolgreicher Spiele und die Erwartungen, die Diese auslösen.

Ein Regisseur, der sich in diesem Sub-Genre immer wieder durch seine besonders hervortut, ist Uwe Boll. Erwähnt man im Kreise seiner Gamerfreunde diesen Namen, kann man geradezu hören, wie sich jedem in der Runde buchstäblich die Zehennägel aufrollen. Eine ähnliche Wirkung erreicht man ansonsten nur Schlagwörtern wie “Frontal 21″, “Panorama” und “Günther Beckstein”.

Mit der Ausdauer und dem Selbstbewusstsein eines Ed Wood schafft er es immer wieder, Geld für neue Filme aufzutreiben, so schlecht deren Einspielergebnisse auch sein mögen.

Paradebeispiele für lieblos geschriebene und schlecht Besetzte Machwerke sind “Bloodrayne”, “Dungeon Siege” und nicht zuletzt “Postal” die Filmumsetzung eines umstrittenen, in Deutschland indizierten und (des, neben Manhunt, einzigen) verbotenen Egoshooters. Ein Film, in dem Katzen als Schalldämpfer missbraucht, Behinterte vergewaltigt und Kinder massenhaft erschossen werden kann nur schwer mit den Begriffen “Meinungsfreiheit” und “Satire” schöngeredet werden. Auch dann nicht, wenn die wandlungsfähige Masse der anonymen Internetuser mittlerweile vom kollektiven Boll-Hass zur allgemeinen Sympathie und Unterstützung für umstrittenen Regisseur übergegangen sind. Im Gegensatz zu Ed Wood scheint Uwe Boll dies noch vor seinem Tode erreicht zu haben.

Umstritten war auch die Finanzierung dieser Filme. So soll Uwe Boll eine Lücke im deutschen Steuerrecht ausgenutzt und sich somit staatliche Unterstützug erschlichen, die Filme selbst dann aber in Kanada gedreht haben.

Der letzte auf diese Art und Weise finanzierte Film “Far Cry” mit Til Schweiger (ebenfalls eine Umsetzung eines sehr erfolgreichen Egoshooters) soll 2008 erscheinen. Kritiker wie Fans sind gleichermaßen gespannt und weitere Wortgefechte in diversen Foren sind bereits vorprogrammiert.

Zum Abschluss eine der eigenwilligen Aktionen, mit denen Uwe Boll sich immer wieder an der Kritik an seinen Filmen und seiner Person zu rächen versucht: Der Amateur-Boxer schlägt kurzerhand sämtliche Kritiker zusammen.


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  1. jaja, uwe boll schreibt:

    Uwe Boll ist, gelinde ausgedrückt, ein ziemlich spezieller Fall. Sein Unternehmen ist börsennotiert; und dementsprechend ist das erste Ziel seiner Filme Gewinn, der wiederum die Aktionäre in Form einer schönen Rendite beglückt - Boll befreit seine Filme radikal von jedem künstlerischen Anspruch, sie sind, ganz nüchtern betrachtet, wirklich nur Geldanlagen. Das kann man finden, wie man will - als Film- und Spielfan ist man häufig enttäuscht, andererseits beweist Boll als Unternehmer großes Geschick.

    Zudem hat er mit Videospiel-Verfilmungen eine Nische gefunden, in der es sich anscheinend gut leben lässt …

    (Persönlich habe ich nur Dungeon Siege gesehen, uiuiuiui…)

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