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Games Convention 2008 - Das Publikum wandelt sich

Autor: Martin
abgelegt in: Aktuelles

Die Gamesconvention 2008 zog in diesem Jahr 203.000 Besucher an. Es wurde ausprobiert, eingesackt und nicht zu vergessen angestanden. Wir haben es trotzdem geschafft ein paar Messebesucher anzuhalten und ihnen ein paar Fragen zu stellen und euch einen Gesamteindruck zu verschaffen.

Lebensgroße Spielhelden, laute Musik und immer wieder Menschenmassen, die sich in langen Schlangen anordnen.
Wir trafen Zocker aus Stuttgart, Berlin, Hamburg, Augsburg und der Umgebung von Leipzig und fast alle waren sich einig: Trotz des Aufstockens an Konsolen und Rechnern gab es einfach zu viele Gamingfans, die an den Ständen der Spielehersteller anstehen mussten und zumindest bei den Top Titeln ein besseres Angebot erwartet hatten.

Um einen Einblick in das neue World of Warcraft Add-on zu bekommen, standen die Besucher im Schnitt 50 Minuten an. Gerade der Blizzardstand wurde immer wieder erwähnt, wenn man nach langer Anstehzeit fragte.
Obwohl Guitar Hero gleich in mehreren Hallen vertreten war, konnte auch hier die Wartezeit nicht wirklich verkürzt werden, da gerade diese Stände einen sehr großen Andrang hatten. Um in die interaktiven Räumlichkeiten von Activison zu gelangen und dort die eindrucksvolle Vorstellungen der neuen Spiele “Call of Duty- World at War” oder “Quantum of Solace” zu entdecken, musste man auch ca. eine halbe Stunde warten. Da die Spieldemonstration aber wirklich begeisterte, harrten die Besucher aus. Wir trafen auf überzeugte Berliner, von denen zumindest einer nach dem Probespielen sofort das Spiel kaufen würde. Gerade regelmäßige Besucher der Messe schienen abgehärtet im Bezug aufs Anstehen, wünschten sich aber mehr Unterhaltung während dieser Zeit.


Ein Blick in die großen Tüten der Besucher verriet, dass es wieder einmal viele Schlüsselanhänger, Poster und Sticker gab, doch auf einmal entdeckten wir Make-up und Unmengen an pinken glitzernden Sachen. Das Angebot für Mädchen wird immer größer und so gab es viele rosane Stände. Das Magazin “Mädchen” kam sogar mit einem ganzen Stylingbus zur Messe. Man spürte stark, dass die Zielgruppen für Computer- und Konsolenspiele sich ändern und in der Entwicklung viel auf “Gelegenheitsspieler” in Form von Casual Games gesetzt wird.

Es trafen sich jedoch auch wieder Communitys, die ihrer Liebe zu unterschiedlichen Mangas fröhnten, indem sie ihre Outfits beeindruckend nachschneiderten und man wie konnte wie gewohnt Pro-Gamern beim Schwitzen zusehen.
Untermalt wurde das Programm insgesamt noch mit Musikacts wie Monrose oder Cinema Bizarre und auf vielen Bühnen fanden laute und bunte Programme statt, bei denen besonders die verschenkten Shirts große Freude auslösten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Games Convention nicht nur durch mehr Messebesucher unterschiedlichster Zielgruppen erweitert hat, sondern auch ihr Unterhaltungsangebot immer vielschichtiger wird.

Der große Ansturm gibt den Veranstaltern wieder neue Motivation und es wird spannend, wie die Auseinandersetzung zwischen der Games Convention in Leipzig und der GamesCom in Köln ausgehen wird. In den letzten Jahren hieß es immer wieder, es sei die letzte Veranstaltung in Leipzig. Am Wochenende flog bereits ein Flugzeug mit einem Werbebanner der GamesCom über das Messegelände. Provokation?


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