Wieder einmal steht ein neuer Teil der extrem erfolgreichen Grand-Theft-Auto-Reihe in den Startlöchern und wie zu erwarten hagelt es in den prüden USA Proteste von allen Seiten.
Allen Vorran Jack Thompson, welcher bei unseren amerikanischen Freunden in etwa den Ruf eines Günther Beckstein genießt und für seine skurrilen bis absurden „Anti-Spiele-Aktionen“ bekannt ist.
So schrieb der gute Mr. Johnson vor einigen Jahren einen Wettbewerb aus, in dem er demjenigen 10.000 US-Dollar
versprach, der ein Spiel programmierte, in welchem man den Chef von Take 2 (Publisher der GTA-Spiele) vor der Kulisse der E3 töten müsse. Desweiteren sollte es möglich sein, gegner anzuzünden und auf sie zu urinieren. Gesagt – getan! Das Spiel wurde von einem kreativen Asiaten entwickelt, Jack Thompson bezeichnete seine Aufforderung als „Satire“ und weigerte sich zu zahlen!
In ähnlicher Weise scheint sich Entwickler Rockstar Games nun zu rächen: So soll die erste Mission des kommenden Action-Krachers den Mord an einem Anwalt beinhalten, der zudem mit Parolen wie: „Guns don’t kill people. Kids who play computergames do!“ (Originalzitat von J. T.) gegen die böse Spieleindustrie hetzt.
Die Games-Website Gamona.de fasst passend zusammen:
„Ob Take 2 und Rockstar Games (wegen “Grand Theft Auto 3″), Wal-Mart (wegen des Verkaufs von “GTA 3″), Sony (wegen der zugehörigen Playstation), Comedy Central (wegen “South Park”) oder Howard Stern (wegen Howard Stern), alle mussten kosten- und zeitintensive Rechtsstreitigkeiten erdulden.“
Somit Hat Jack Thompson also wie erwartet angekündigt, GTA IV zu boykottieren und Take 2 reichte erneut Klage gegen den klagefreudigen Anwalt ein.
Man wird sehen, wer den längeren Atem hat: Der alternde konservative, republikanische Anwalt, der offensichtlich unfähig ist, Fiktion von Realität zu unterscheiden und auf für ihn negative Situationen im angemessenen (!) Maße zu reagieren oder der Millionenkonzern, der neben seiner Gruppe von Top-Anwälten, der zudem noch die Unterstützung vieler tausender Fans weltweit genießt…