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Morrowind - das schönste Rollenspiel aller Zeiten

Autor: Martin
abgelegt in: History, PC

Kaiserliche Wache in Morrowind
Oblivion war für viele ein Rollenspiel-Highlight. Das waren meistens die Leute, die den Vorgänger nicht kannten. Morrowind! Wer bereit ist, sich ohne Sprachausgabe durch die Story zu lesen, den erwarten eine riesige Spielwelt, tausend verborgene Extras und unendliche Variationsmöglichkeiten für den Spielerhelden.

Ihr spielt auf der Insel Vvardenfell. Das ist eine Insel, die im Reich Morrowind liegt und erst vor relativ kurzer Zeit vom Kaiserreich kolonisiert wurde. Deswegen herrschen hier Spannungen zwischen den eingeborenen Dunmer und den kolonisierenden Rassen des Kaiserreichs. Der Spieler wird namenlos auf diese Insel verschifft, auf Befehl des Kaisers Uriel Septim. Warum, ist zu Spielbeginn genauso unklar, wie der Weg, den ihr auf Eurem Abenteuer einschlagen werdet.

Tempelwache in VivecDenn anders als in gängigen RPGs gibt es in Morrowind nur wenig Beschränkungen in dem, was ihr tun könnt. Ihr wählt zu Beginn des Spiels ein Skillset, auf dem dann der Fokus des Charakters liegt. Skills steigen einfach durch Anwendung. Haut zwanzig Mal mit dem Schwert auf einen Gegner und ihr werdet ein besserer Schwertkämpfer. Die Fokus-Skills steigen schneller an und lassen den Charakter im Level aufsteigen. Man kann aber auch alle anderen Skills steigern, wenn man es darauf anlegt. Das führt dazu, dass man gegen Ende des Spiels nicht selten einen fliegenden, Feuerbälle und Blitze schleudernden Dieb in schwerer Rüstung spielt, der jede Tür aufbekommen und wie ein Blitz durch die Landschaft rennen kann.

Kampf gegen SkeletteBis dahin ist es jedoch ein weiter Weg, der dem Spieler einiges abverlangt. Morrowind ist nämlich zu Anfang ziemlich schwer. Gespielt wird zumeist aus einer Shooter-ähnlichen Ego-Perspektive.

Die gängige Taktik, um gegen schwerere Feinde zu bestehen, ist, sich einen Bogen zu schnappen und im Wegrennen knapp 100 Pfeile auf die Ratte zu verballern, bis die endlich umfällt. Dafür seit ihr zu Ende des Spiels meist schwer zu besiegen.

Das klingt nach schlechtem Balancing, macht für mich aber den Realismus der Spielwelt aus. Zwar skaliert das Spiel, ähnlich wie bei Oblivion, an manchen Stellen die Monster nach oben, es gibt aber nur eine sanfte Anpassung von Beute und Monstern ans Spielerlevel. Gut so!

Wasserfall in MorrowindIn Morrowind gibt es außerdem genug zu entdecken, dass man sein halbes Leben in Vvardenfell verbringen könnte. Es gilt, Meister in verschiedenen Gilden zu werden, ein Haus zu bauen, der Legion beizutreten, Kämpfer zu werden, Kopf der Diebesgilde und und und… Außerdem kann man hier, wenn man auf einen Berg klettert und an der richtigen Stelle rechts abbiegt, ein verstecktes magisches Schwert finden oder beim Einbruch ins Haus eines reichen Dunmer richtig absahnen. Man kann Zauber selbst erstellen. Man kann sich seine Rüstungen selbst verzaubern. Man kann Tränke brauen und Perlen tauchen, Verbrecher suchen, Verbrecher sein, Probleme mit Diplomatie und dem Schwert lösen, kurz - Morrowind ist eins der besten PC-Rollenspiele aller Zeiten. Punkt.

Es braucht viel Zeit und kann durch seine langatmige Spielweise sehr anstrengend sein - lässt man sich jedoch auf die Spielwelt ein und geht auf Entdeckungstour, bietet Morrowind ein unvergleichliches Spielerlebnis.

Paar Links dazu:


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