Im dritten und letzten Teil des Interviews sprechen wir über Beeinflussung von Letsplayern durch Fans und einander. Schließlich wagen wir einen Ausblick auf die persönliche Pläne und die Zukunft der Szene im Allgemeinen.
11. Siehst du dir im Voraus oder im Nachhinein Let’s Plays anderer Spieler zu Spielen an, die du selber bereits kommentiert hast bzw. zu kommentieren gedenkst?
Nein. Meine LPs nehme ich hauptsächlich auf, um mir die Zeit zu vertreiben. Solange ich dabei gute Arbeit leiste (sprich: mit mir zufrieden bin) und mich unterhalten kann, habe ich alles erreicht, was ich damit erreichen will. Mich interessiert dabei nicht, ob und wer das Spiel schon gespielt hat. Wenn ich ein Let’s Play schauen möchte, tue ich das, weil es mir gefällt; nicht, um meine eigenen LPs daran zu orientieren oder abzustimmen. Da stört es mich auch nicht, wenn ich gerade dasselbe Spiel als Projekt betreibe. Beeinflusst wird mein wirres Gehirn davon nicht.
Nachden JunkDiesel sich mit dem Kommentieren von “Hitman: Blood Money”, einem meiner persönlichen Lieblingsspiele, ja bereits einen Platz in den heiligen Hallen dieses Blogs gesichert hat, hielt ich es für angemessen, seinen Einstellungen, Ansichten und Erfolgsgeheimnissen ein Wenig auf den Grund zu gehen:
6. Inwiefern sollte eine angemessene Ausdrucksweise beim Let’s Play eine Rolle spielen?
„Angemessen sollte sie einerseits dem Spiel gegenüber sein. Nicht jedes Spiel hat denselben Grundton, da sollte man variieren und auch seinen Wortschatz dementsprechend wählen. Bezüglich der Benutzung von Flüchen und Schimpfwörtern habe ich kein Problem. Übertreibt es jemand damit, wird sein Let’s Play eben langweilig und schlecht. Mir ist es eben lieber, wenn mal jemand “Fuck!” ausstößt, als das zu distanziert zu umschreiben. Man sollte es eben einfach nicht übertreiben. Hat jemand einfach nicht mehr zu sagen, als ständig zu fluchen, geht es ihm wohl weniger darum, ein gutes LP zu erstellen und dem Spiel gerecht zu werden, als viel mehr darum, viele Abonennten und eFame zu erringen. Jedenfalls ist das mein Studienergebnis.
Jawohl, liebe Leser und /-innen, ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, für euch an einen waschechten Letsplayer heranzutreten und ihm 15 Fragen rund um seine kommentierende Tätigkeit zu stellen.
1. Wie bist du zum Let’s Play gekommen?
Zum ersten Mal hatte ich die Idee, als ich mir einen 100% Speedrun zu GTA: San Andreas ansah, zu dem der Speedrunner eine alternative Tunspur bereitstellte, in der er das Gesehene nachträglich kommentierte und erläuterte, warum er welche Routen gewählt hatte. Ich dachte, das könnte man auch anders machen; nämlich den Kommentar als Additiv verwenden, um ein Videospiel interessant und/oder unterhaltsam einem Publikum vorzuzocken.
Als ich dann einige Wochen später Videos zu einem meiner Lieblingsspiele aller Zeiten suchte, hier Alundra, stieß ich auf das Let’s Play von L0rdVega. Der Kerl ist einfach ein Genie, was Let’s Plays betrifft. Nicht nur, dass er eine einprägsame Stimme hat. Er hat auch ein sehr geschicktes Händchen, wenn es um die Auswahl von Spielen für ein Let’s Play geht. Ich merkte, dass mein Humor dem Vegas sehr ähnlich ist und auch meine Vorstellungen, was man mit einem Let’s Play anfangen sollte.
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„Aah, Venedig“ sagt Harrison Ford, als er in seiner Paraderolle als furchtloser Abenteurer Indiana Jones aus der Kanalisation klettert und sich in ebenjener Stadt wiederfindet.
„Aah Venedig“ sagen – neben Kennern des neuen Assassin’s Creed 2 – nun aber vor Allem auch Fans der Anno-Reihe, die das fortschrittliche Volk vielleicht noch als fahrende Händler aus „Anno 1503“ kennen. Nun kehren die italienischen Gondelfahrer und Steghausbauer zurück.
Im neuen AddOn zu „Anno 1404“ aus dem Hause Related Designs fungiert die Stadt (realen Bedingungen der entsprechenden Zeit nachempfungen) als Schnittstelle zwischen Ost und West. Damit wird ihr eine großepolitische und wirtschaftliche Macht zuteil, was uns als aufstrebende Weltherr- ähem… aufrichtige Warenhändler natürlich brennend interessiert.
Eines der international erfolgreichsten Spiele aus Deutschland wird fortgesetzt. Für das Sequel haben sich die Entwickler viel vorgenommen und Fans des ersten Teils dürfen gespannt sein.
Vorneweg: Wer (wie ich) Crysis bei seinem Erscheinen anno 2007 nicht spielen konnte, weil der Rechner zu schwach war, der sollte definitiv nochmal einen Blick auf meine aktuellen Butget-Tipps werfen. Das Spiel ist nach wie vor grafisch führend, durchaus bezahlbar und mit aktueller Hardware relativ hübsch und flüssig spielbar.
Für den Nachfolger soll die Grafik natürlich weiter verbessert werden. Ein höherer Detailgrad und schönere Partikeleffekte sollen das Spiel noch realistischer wirken lassen.
Zugegeben, es ist etwas weit hergeholt, meine aktuelle Budget-Liste an diesen Feiertagen aufzuhängen. Aber wie sagt man so schön: „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen.“
Also feiern wir und erfreuen uns der Tatsache, dass Spiele, die noch vor einem halben Jahr als Genre-Referenzen galten (und dies teilweise noch immer tun) bereits zu einem absolut bezahlbaren Preis erhältlich sind. Hier meine aktuellen Top 5 Budget-Tipps (Genannt sind aktuelle Marktpreise, gebraucht geht’s natürlich noch billiger.):
1. Crysis (EA Classics Edition)
Der 2007 erschienene Edel-Shooter aus dem Hause Crytek ist inklusive AddOn „Crysis Warhead“ und dessen Multiplayer-Ableger „Crysis Wars“ als „Crysis – Maximum Edition“ für humane 19,99 € erhältlich. Der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern. Ein ausführliches Preview an dieser Stelle wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Betrachtet man das Motorradgang-Szenario aus “The Lost And Damned” als Parallele zum Gang-Setting von “GTA: San Andreas”, so ist eine Parallele zwischen Gay Tonys Glamourwelt und der glitzernden High Society-Szene aus “GTA: Vice City” ebenso naheliegend wie konsequent. Das gilt insbesondere, wenn man zusätzlich die Verbindung zwischen GTA 3 und GTA 4 herstellt, die beide in Liberty City spielen, aber Selbiges nicht im Namen tragen.
Das zeigt, dass sich Rockstar North der Tatsache bewusst ist, dass sie im Laufe der Serie durch die Verschiedenheit der Stilrichtungen sehr verschiedene Geschmäcker bei ihren Fans getroffen haben. Daher halte ich es für eine sehr sinnvolle Entscheidung, gar nicht erst zu versuchen, all diese Facetten unter einen Hut zu bringen (denn dabei würden zwangweise Inhalte auf der Strecke bleiben), sondern stattdessen getrennte AddOns zu veröffentlichen, die auf die verschiedenen Vorlieben eingehen.
In diesem finalenTeil meines (nicht mehr ganz so kleinen) Previews zur Grand Theft Auto 4-AddOn-Sammlung “Episodes from Liberty City” werfe ich einen Blick auf technische Verbesserungen sowie den Mehrspielermodus und gebe mein vorläufiges Urteil ab.
Technik:
Auf technischer Seite wird die Grafik im Vergleich zur XBox 360 und zum Hauptprogramm nochmals verbessert. Schärfere Texturen und fehlende Tiefenunschärfe (was erstmal nach einer Einschränkung klingt, aber im gegenteil eine höhere Weitsicht erlaubt und in der Konsolenversion lediglich als eleganter “Trick” für eine bessere Performance eingesetzt wurde) sorgen für ein rundum schöneres Liberty City.
Auf Wunsch kann die Dichte an Fahrzeugen und Passanten in der Stadt bis auf das Dreifache erhöht werden, was für ein sehr lebendiges Stadtbild sorgt aber logischerweise die Hardwareanforderungen exponentiell erhöht.
In meinem letzten Beitrag erwähnte ich ja bereits, dass GTA Vice City mein bisheriger Lieblingsteil ist. Somit freue ich mich umso mehr auf “The Ballad of Gay Tony”, die zweite Erweiterung, die ab dem 30. März für PC spielende GTA 4-Fans erhältlich sein wird.
Während uns “The Lost And Damned” in die düstere, brutale Szene amerikanischer Motorradgangs entführt, geht es bei diesem AddOn zu “Grand Theft Auto 4” aus dem Hause Rockstar North (vertrieben von Publisher 2k Games) in die glitzernde, schillernde, schimmernde Glamourwelt von Gay Tony. Dieser hat’s - wie der Name schon sagt - nicht so mit Frauen, besitzt aber nichtsdestotrotz einen exklusiven Stripclub.
Da das Geschäft nicht gut läuft und Tony neben finanziellen Problemen und Drogenproblemen nun noch Probleme durch die kriminellen Aktivitäten Nico Bellics bekommt, helfen wir in der Rolle seines Handlangers Luis tatkräftig aus.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, das Vertreter der GTA-Serie erst mit dem Prädikat “XBox Exklusiv” in den Handel kommen und später (nachdem die Verkäufe für die Kobsolenspiele abgeebbt sind) ihren Weg doch noch auf den PC finden.
Die beiden GTA 4-AddOns “The Lost And Damned” und “The Ballad of Gay Tony” bilden da keine Ausnahme und werden vom Publisher 2k Games am dem 30. März sowohl als Einzel-Downloads via Games for Windows Live, als auch in Form des AddOn-Pakets “GTA IV: Episodes from Liberty City” erhältlich sein.
Die Stories der beiden Erweiterungen aus dem Hause Rockstar North verlaufen parallel zum Hauptspiel, weshalb wir diesmal nicht in die Haut von Nico Bellic schlüpfen, sondern stattdessen als Johnny und Luis unterwegs sind. Knotenpunkt der Handlung ist der aus Grand Theft Auto 4 bekannte Diamantenraub, dessen Nachwirkungen nun dafür sorgen, dass sich die drei Handlungsstränke immer mal wieder kreuzen. So läuft uns neben bekannten Charakteren selbst Nico Bellic hin und wieder über den Weg.