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Politische Spielchen – die “Killerspiel-Diskussion” TEIL 4: Die Verdrängung

Autor: kaimar
abgelegt in: Aktuelles

 

Übersicht

Ein weitaus sinvollerer Denkansatz mag die leichte Veränderung des Waffengesetzes gewesen sein, die allerdings den selben gravierenden Nachteil hat, an dem auch die Änderung des Jugendschutzgesetzes leidet:

Die legalen Nutzer der Produkte (seien es Waffen oder Spiele) leiden unter den neuen Gesetzen, denn sie werden an der friedvollen Ausführung ihres Hobbys gehindert und fühlen sich zudem bevormundet.

Die illegalen Nutzer beziehen weiterhin auf den ihnen bekannten Wegen ihre Ware, seien dies Waffen auf dem Schwarzmarkt oder Spiele von Online-Importhändlern mit dem Ausweis der Eltern.

Die Not der Politiker, nach Ereignissen wie dem Amoklauf von Erfurt oder dem jüngsten deutschen Schul-Massaker in Emsdetten am 20.11.2006 einen Sündenbock zu finden und sich voll und ganz auf diesen zu konzentrieren, ja sogar die Medien zu 100 % auf dieses Thema anzusetzen ist dabei so offensichtlich, dass man über die offensichtliche Unfähigkeit jener Politiker, sich mit wirklich gravierenden Problemen auseinander zusetzen, nur noch lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre.

Warum sollte man sich überhaupt die Mühe machen, sich zu fragen, woher ein Jugendlicher derartige Mengen an Waffen beziehen kann? Warum sollte man sich in seinem privaten, sozialen oder schulischem Umfeld umschauen, wo es doch so viel leichter ist, ein allgegenwärtiges Massenmedium für alles verantwortlich zu machen, das ja aufgrund der großen Anziehungskraft, die es auf Jugendliche auswirkt schon mal von vornherein suspekt ist.

An vorderster Front dieser Anti-Spiele-Bewegung stehen derzeit Uwe Schünemann (CDU) und Günther Beckstein (CSU), dem wir im Übrigen nicht nur die abartige Wortschöpfung „Killerspiel“ zu verdanken haben, sondern auch solch rhetorische Meisterleistungen wie:

Killer-Spiele’ sollten in der Größenordnung von Kinderpornographie eingeordnet werden, damit es spürbare Strafen gibt.“ (Website der ARD Tagesschau - 21. November 2006)

und

Man kann nicht tatenlos zusehen, wenn immer wieder Jugendliche und junge Erwachsene nach dem Konsum von Killerspielen schwerste Gewalttaten begehen.“ (Hamburger Abendblatt – 17. Januar 2007)

So ist es wohl unnötig zu erwähnen, dass der Name „Günther Beckstein“ Spielern mittlerweile ähnliche Kopfschmerzen bereitet wie die Bezeichnungen „Frontal 21“ und „Panorama“.


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  1. thomas schreibt:

    diese politiker sind bekannt durch ihre mangelnde fachkenntniss und sollten nicht mehr gewählt werden, es ist eindeutig dass z.B. günter beckstein sich nicht ausreichend mit der materie auseinandergesetzt hat und hier etwas durchsetzen möchte was schlicht erwachsenenbevormundung ist. solche politiker entscheiden auch in anderen sachverhalten falsch, das ist sicher. auf keinen fall wählen das ist die einzige möglichkeit und die bevölkerung auf solchen unsinn aufmerksam machen damit sie solche politiker abwählen können

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