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Red Dead Redemption: Gameplay und Quests

Autor: kaimar
abgelegt in: Playstation, Xbox

Da haben die Jungs (und Mädels?) von Rockstar sich mal wieder selbst übertroffen. Mit einem Budget im achtstelligen Bereich (an die Weltrekordsumme von 100.000.000 $, die GTA IV kostete, kommt das Spiel nicht ganz heran) wurde ein Spiel produziert, das das bewährte Prinzip der Erfolgsserie aufgreift und modifiziert, ohne sich selbst zu kopieren.

Denn Read Dead Redemption schlicht als “Grand Theft Horse” zu bezeichnen, würde dem Spiel keineswegs gerecht. Rockstar Games wagt wesentlich mehr, als “nur” eine Wild West Ausgabe des beliebten “GTA IV“. Vielmehr profitiert der Titel von für Rockstar-Spiele typischen Qualitätsmerkmalen wie einer hervorragenden englischen Sprachausgabe (auf Wunsch deutsch untertitelt), realistischen Motion Capturing-Animationen, einer weitläufigen, komplett offenen Spielwelt und einer spannenden Story, die in packend inszinierten Zwischensequenzen präsentiert wird.

Im Spiel verkörpert ihr John Marston, einen Revolverhelden im Amerika des frühen 19. Jahrhunderts. In der Zeit, in der der junge Staat sich abmüht, den wilden Westen zu zähmen, fällt euch die Aufgabe zu, Gesetz und Ordnung unter der Landbevölkerung zu verbreiten. John Marston verfolgt dabei jedoch auch persönliche Ziele. Von Schuldgefühlen aus seinem früheren Leben als Gang-Mitglied geplagt sucht er in der staubigen Einöde nach Vergebung und Frieden.

Oder ist John Marston vielleicht ein abgebrühter, eiskalter Killer, der Banken missbraucht, Frauen stielt und Pferde ausraubt? Ääh…ihr wisst schon, was ich meine. Tatsächlich könnt ihr den Helden auch auf sehr wenig heldenhafte Weise spielen. Die Story ist zwar im Kern linear, passt sich aber in Details eurer Spielweise an. Red Dead Redemption ist kein Rollenspiel von der Tiefe eines Fallout und die Entscheidungen haben nicht ansatzweise so eine Tragweite, wie etwa bei Fable. Aber das ist auch ganz gut und richtig so. Die leichten Rollenspiel-Elemente wie z.B. das Inventar, welches unser Held mitführt und etwa mit Felle erlegter Tiere auffüllen und selbige gegen gutes Geld verkaufen kann, sind eine nette Ergänzung zum bewährten Sandbox-Spielprinzip und unterstreichen den Anspruch des Spieles, sich vom “großen Bruder” GTA abzuheben.

Die Quests entsprechen größtenteils dem Genre-Standart (Fahre - verzeihung, reite von A nach B, töte Person X und bring mir den Gegenstand, den er bei sich trägt), werden aber ganz nach Rockstar-Art in immer wieder überraschenden Variationen angeboten und erzählen kleine Geschichten über die vielen verrückten Charaktere, die dem Helden begegnen. Dass hierbei klassische Stereotypen wie der schweigsame Indianer, der (milde formuliert) “eigenwillige” Redneck, der schmierige Politiker, der mexikanische Revolutionär und die toughe Bardame nicht fehlen dürfen, ist Ehrensache.


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