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Spore ist endlich draußen - Internet ertrinkt in Kreatur-Kreationen

Autor: Martin
abgelegt in: PC

Endlich ist es da: Das Evolutions-Spiel von Sim City-Erfinder Will Wright steht seit letzter Woche in den Regalen. Mit dem Creature Editor war es Fans bereits vorab möglich gewesen, ihren Phantasien in Sachen Schöpfung freien Lauf zu lassen. Jetzt gilts: Spornography oder schlaffes Spiel?

Spore Creature Editor © flickr / MiK

Spore will den Werdegang einer Rasse von der Einzellerphase bis zur Besiedelung des Weltraums simulieren. Ein gewagtes Vorhaben, bei dem viele im Vorfeld schon die Befürchtung hegten, das Spiel werde sich ähnlich Black & White 2 in größenwahnsinnigen Gimmicks verzetteln.

Zunächst Mal ist Spore nicht ein Spiel, sondern eine Aneinanderreihung mehrerer Minispiele. Die beeinflussen sich zwar untereinander, es sind jedoch zu fast allen Spielphasen genügend Variationsmöglichkeiten für Aussehen und Feeling der Rasse gegeben, dass man von einem strikt evolutionären Spiel eigentlich nicht reden kann.

Spore Creature Editor - Der Squeek © flickr / CommandZed

Jedes Spiel für sich ist dabei meistens interessant, aber kein Genrekönig. Die lustige 2D-Variante der Einzeller-Phase ist cool, das RPG-artige Behaupten als Kreatur an Land ist super, Stammes- und Zivilisationsphase spielerisch eher mau und das Terraforming ob der Variationsmöglichkeiten wieder super. Wenn man jedes Spiel einzeln betrachten würde, wäre Spore nicht wirklich gut, da aber trotz der angesprochenen Variationsmöglichkeiten das Gefühl ensteht, man würde seine eigene Rasse von der Geburt bis ins All spielen, verdient das Game ganz eindeutig Atmosphärepunkte.

Wycked Dragon Spore Editor © flickr / MiK

Einen weiteren Bonus besitzt Spore durch seine starke Vernetzung mit dem Internet. Ähnlich wie bei den Sims, nur viel stärker, wird hier mit anderen Spielern interagiert, die ihre Rassenkreationen ins Netz hochladen können, damit andere Spieler sie dann in “ihr” Spore integrieren. Das ist ein extrem nettes Feature. Nichts ist so schön, wie seine Freunde auf die Buddy-List zu setzen, ihre Rassen ins Weltall zu laden und dann mit seiner eigenen zu vernichten. Oder eben Frieden zu schließen. Diese Möglichkeiten machen das Spiel um eine ganze Ecke innovativer.

Die unendlichen Variationsmöglichkeiten in der Kreaturenerstellung wiegen für mich die spielerischen Schwächen in Stammes- und Zivilisationsphase mehr als auf. Und wer einmal einen Planeten terraformt hat, um da dann neue Rassen anzusiedeln, der wird sowieso nicht mehr mit dem Spore spielen aufhören wollen.


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