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Windchaser

Autor: kaimar
abgelegt in: PC

Manchmal kommen kleine Produktionen mit guten Ideen groß raus - so auch der kürzlich angekündigte Titel Windchaser. Dieses (ursprünglich als Abschlussprojekt einiger Studenten der Mediadesign Hochschule entwickelte) Erstlingswerk aus dem hause Chimera Entertainment macht bereits jetzt einen vielversprechenden Eindruck.

Worum geht es in Windchaser?

Vor langer Zeit zerstörte ein großer Krieg - Weltenbrand genannt - die Hochkultur der Ensai und all ihre Errungenschaften. Eine unvorstellbar mächtige Waffe zerstörte einen Großteil der zivilisierten, industrialisierten Welt.

Nun hat sich aus der Asche eine neue Gesellschaft aus wenigen Überlebenden gebildet. In Furcht vor ihrer dunklen Vergangenheit beruht diese Gesellschaft auf spirituellen Ritualen, menschlichen Werten und einer umfangreichen Mythologie. Doch religiöse und wirtschaftliche Unstimmigkeiten drohen, die Welt erneut im Chaos von Krieg und zerstörung versinken zu lassen.

In dieser Welt verkörpert ihr Ioan, den Anführer einer unabhängigen Gilde von Abenteurern und Kapitän des mächtigen Luftschiffes Windchaser.

Un dieses Schiff dreht sich dementsprechend auch das ganze Spielgeschehen. Windchaser ist in jeder Hinsicht ein ungewöhnliches Echtzeitstrategiespiel. Statt Basen zu bauen und immer wieder neue Einheiten zu produzieren, trainiert ihr einige, wenige Kämpfer an Bord der Windchaser, lasst sie in verschiedenen Charakterstufen aufsteigen und begebt euch so auf die mystische Reise ins Land Ensai.

Ähnlich wie in Darkstar One könnt ihr euer Schiff im Laufe des Spieles mit diversen Artefakten aufrüsten. Dies ist auch dringend nötig, denn Windchaser ist beileibe kein leichtes Spiel.

wie sehr das komplexe Kampfsystem selbst erfahrene Spieletester verwirren kann, zeigen euch die folgenden beiden Videos:

 

 

 

Ihr seht also, das Kampfsystem ist durchaus fordernd, macht das Spiel aber auch zu einem besonderen Vertreter seines Genres.

Grafisch macht Windchaser nicht allzuviel her, das ist bei einem Kaufpreis von gerade einmal 25,00 € durchaus zu verschmerzen. Der Sound des Spieles zählt daher zum Besten, was man bisher in einem Spiel hören durfte. Professionelle Sprecher, ein orchestraler (wenn auch nicht wirklich von einem Orchester eingespielten) Soundtrack und stimmige Hintergrund-Untermalung heben das Spiel deutlich aus der Masse an Echtzeitstrategie-Titeln hervor.

Für Freunde anspruchsvoller Taktikspiele und epischer Erzählungen ist Windchaser definitiv eine Empfehlung. Man darf gespannt sein, was wir in den nächsten Jahren von den jungen Gamedesignern noch erwarten dürfen.


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Eigentlich können sich die PC-Spieler heutzutage kaum noch über überteuerte Produkte beschweren. Gibt es doch mittlerweile neben Budget-Spielen und Abandonware noch eine dritte Art, Erfolgsspiele nicht nur günstig, sondern sogar völlig kostenlos (und vor allem legal!) zu spielen.

Natürlich hat die Sache einen Haken: Die Spiele beinhalten Werbung!

Diese Ingame-Werbung kann - wie z. B. bei Far Cry - aus einem einfachen Werbeclip vor dem Vorspann bestehen, oder auch - etwa im Fall von Prince of Persia - ein elementares, ständig präsentes Spielelement sein. Dabei kann aber auch Letzteres durchaus noch als fairer Deal betrachtet werden.

Bisher hat Ubisoft bereits folgende Spiele als kostenlose Versionen veröffentlicht:

Sollte sich die neue Geschäftsidee durchsetzen, können wir vielleicht schon bald auf mehrere Titel hoffen, die auf diese Art und Weise kostenlos angeboten werden.

Was wir hingegen sicher nicht vermehrt sehen wollen, ist die momentan heiß diskutierte Ingame-Werbung in Vollpreis-Spielen. Wie nervige Schleichwerbung in Hollywood-Filmen breitet sie sich aus. Das vermeintlich sinnvolle Argument des “gesteigerten Realismus” steht dabei dem empfindlich gestörten Gefühl von Spielatmosphäre gegenüber.

Natürlich muss hier differenziert werden. Ein Fifa wirkt nur mit “echter” Bandenwerbung authentisch und in jedem Rennspiel wünscht man sich natürlich originale Lizens-Karren zum verschrotten.

Aber stellt nur mal vor, wie euch vor Sam Fisher mit seinem MOTOROLA-Handy seinen Boss anruft, kurz bevor er sich vom nächstgelegenen AXE-Werbeschild abseilt, heimlich den IBM-PC seines Gegenspielers hackt und schließlich mit einem bereitgestellten BMW flüchtet.


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ACHTUNG: Wer Gothic 1 noch nicht durchgespielt hat, sollte sich gut überlegen, ob er diesen Eintrag lesen will, da sich Spoiler leider nicht zu 100% vermeiden lassen!

[Übersicht]

Ende 2002 war es endlich soweit: der lang ersehnte Nachfolger zum legendären “Gothic” stand in den Händlerregalen. Von vielen als bester Teil der Serie betrachtet, hielt das innovative Sequel neben verbesserter Grafik und Steuerung leider auch eine andere Überraschung parat, die die Serie noch sehr beschäftigen sollte: Bugs!

Doch zunächst zu den positiven Seiten des Spieles: Wie bereits erwähnt wurde die Grafik runderneuert. Man bediente sich hier einer stark verbesserten Version der eigens für den ersten Teil entwickelten Grafikengine, was aber angesichts der qualitativen Verbesserung kaum erkennbar ist. Auch auditiv war das Spiel von gewohnt hoher qualität. Der Soundtrack von Piranha Bytes - Mitglied Kai Rosenkranz bot einige interessante Vartiationen des eingängigen Themas, die sich wieder perfekt der jeweiligen Situation anpassten.

Spielerisch gab es einige entscheidende Neuerungen, so wurden das Kampfsystem, der Handel und die Art der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fraktionen entscheidend verbessert. Die Story knüpft nahezu nahtlos an den ersten Teil an. “Nahezu” deswegen, weil der Held nicht - wie am Ende des ersten Teils erwähnt - aus der Höhle des Schläfers ans Tageslicht tritt, sondern stattdessen in Dieser verschüttet wird, wodurch die Piranhas gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der Held, am Ende des ersten Teils zu einem mächtigen Kriege/Magier avanciert, der quasi mit einem Schlag ganze Ork-Horden auslöschen kann, hat durch den Einsturz der Höhle schlicht seine ganze Kraft, sein erlerntes Wissen sowie sämtliche Gegenstände verloren - Na so ein Pech!

Man muss den Piranhas allerdings auch hier zugute halten, dass sie diesen Kunstgriff später noch gekonnt in die Mythologie des Gothic-Universums eingeflochten haben. Interessierte sollten sich mal die Predigtdes Wassermagiers Vatras ganz genau anhören - sie könnten das Eine oder Andere wiedererkennen.) Derart geschwächt wird der Held nun vom misteriösen Schwarzmagier Xardas errettet und zunächst auf die Mission entsandt, ein mächtiges Artefakt von den Paladinen zu besorgen, die praktischerweise gerade in der nahegelegenen Stadt Khorinis residieren. Was es mit diesem Artefakt auf sich hat, welche Absichten Xardas verfolgt und wieso sämtliche Leitern auf der Insel auf misteriöse Art und Weise verschwunden sind, sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Verschwunden sind übrigens nicht nur die Leitern, sondern auch einige bewohner der Insel. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn der geneigte Spieler sich das 2003 erschienene AddOn “Die Nacht des Raben” zulegt. (welches nebst Hauptspiel und Vorgänger übrigens auch in der Gold-Version enthalten ist.)

Überhaupt geht in diesem Fall sehr Seltsames vor auf Khorinis. (Die Insel trägt den selben Namen, wie ihre Hauptstadt) Die Wassermagier entdecken plötzlich ihren Hang zur Archäologie und beginnen mit umfangreichen Ausgrabungen im Norden der Insel, merkwürdige Piraten machen sich in abgelegenen Kneipen und Stränden breit und was hat es mit dem geheimen “Ring des Wassers” auf sich? Diese und viele andere Mysterien deckt der Spieler im Laufe der dichten Story auf. Wahlweise wieder als rauhbeiniger Söldner für den alten Kumpel und ehemaligen Mithäftling Lee, als braver Paladin im Dienste des Königs oder als mächtiger Feuermagier im abgelegenen Kloster von Khorinis. Und natürlich darf auch der eine oder andere Abstecher ins vertraute Minental nicht fehlen. Ist ja nicht so, als wären wir aus Selbigem gerade erst ausgebrochen…

So viel zu den positiven Neuerungen des Spieles. Doch leider wurden diese zu Beginn noch überschattet von einer ganzen Reihe von Bugs, wie z. B. dem gefürchteten “Speicherbug”, welcher einfach mal für einen Absturz beim Speichern sorgte und ganze Spielstände auf einen Schlag unbrauchbar machte, oder den unangenehmen Leichenbug im AddOn, welcher sämtliche Leichen von NPCs verschwinden lies. (besonders ärgerlich, wenn Diese dringend benötigte Quest-Items bei sich trugen.) Diese unnötig unschönen Programmfehler machten ein flüssiges Spielen nahezu unmöglich. Ständig musst eman fürchten, das Spiel könnte sich aufhängen oder die erspielten Fortschrittezunichte machen. Die immense Leidensfähigkeit, die die treue Fangemeinde trotzdem bewiesen hat (und die heute noch in verschiedenen Communityforem deutlich wird) zeigt, wie sehr einen das Spiel packt und trotz Fehler zum Durchspielen animiert. Böse Zungen sprechen zuweilen gar von einer gewissen “masochistische Veranlagung” unter den Gothic-Fans, dies ist allerdings statistisch noch nicht bewiesen und daher lediglich ein Gerücht!


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[Übersicht]

Ich muss zugeben, dass Ich schon sehr skeptisch war, als Ich las, dass Jowood plant, ein neues Gothic von einem anderen Entwickler als Piranha Bytes entwickeln zu lassen. Nun ja, skeptisch bin Ich noch immer, und zudem sicher, dass dieses Gothic kein richtiges “Gothic-Gothic”, sonern bestenfalls ein sehr anderes Gothic sein wird.

Doch wie kam es überhaupt zu dieser seltsamen Situation, dass ein Entwickler seine eigene Serie nicht mehr fortführen darf und Fans gleichermaßen den Boykott des letzten wie des nächsten Teils ihrer Lieblingsserie propagieren?

Nun, wie so oft an dieser Stelle habe Ich mal wieder meinen Flux-Kondensator (Das ist tatsächlich die korrekte Übersetzung, ihr Klugscheißer ;) ) entstaubt, mein Hoverboard poliert, mir in der Apotheke um die Ecke ‘ne Dose Plutonium besorgt und bin mit lässigen 1.21 Gigawatt ins Jahr 2001 gereist.

In diesem jahr wurde in Bochum Spielegeschichte geschrieben. Mit Gothic 1 erschien ein Titel, der mit einer einmaligen Atmosphäre die Geschichte eines Namenlosen Helden erzählte, der unschuldig in eine Gefängnisskolonie auf der mystischen Insel Khorinis geworfen wurde. Schnell muss der Held feststellen, dass es aufgrund einer verhängnisvoll über ihm flimmernden magischen Barriere keinen einfachen Ausweg aus dieser Situation geben soll. Also macht er sich nach einer “freundlichen” Begrüßung durch einen Mitgefangenen auf den Weg, um sich zunächst in die rauhe Gesellschaft der Kolonie zu integrieren. Denn hier haben die Gefangegen das Sagen. Allen vorran Oberanführer Gomez, der, in seiner Burg gut bewacht, regelmäßig Waren aus dem Umland gegen das heiß begehrte Erz aus der Kolonie tauscht. Alternativ kann sich der Held jedoch auch dem (auf den ersten Blick) anarchistischen “neuen Lager” der Banditen anschließen, was ihm zwar mehr freiheiten gewährt, ihn aber wiederum in Gomez “altem Lager” unbeliebt machen würde. Oder er geht in den nahegelegenden Sumpf und kifft sich mit den “Sektenspinnern” die Rübe weg (rein virtuell natürlich - Keine Nacht… Ääh, Macht den Drogen!).

Diese Entscheidung bestimmt nicht nur die Sympathien und Antipathien innerhalb des Lagers, sondern auch den gesamten Spielverlauf. Wer ein mächtiger Magier werden will, schließt sich wahlweise Gomez an, um somit in den inneren Ring der Burg zu kommen und Kontakte zu den Feuermagiern zu knüpfen, oder dem alten Lager, um sich mit den Wassermagiern anzufreunden. Oder man geht in den Sumpf, raucht brav sein Sumpfkraut und wird zum (mehr oder weniger) mächtigen Guru mit Psi-Kräften. Wer es lieber direkt mag, kann ebenso in jedem der drei Lager als Krieger anfangen. Im Laufe des Spieles winken dann hin und wieder Beförderungen für besondere Heldentaten, die den eigenen Status und das Ansehen innerhalb der Kolonie zusätzlich verbessern.

Graphisch machte das Spiel leider schon seinerzeit nicht sehr viel her und auch die gewöhnungsbedürftige Steuerung wurde von vielen Spielern bemängelt. Was jedoch die Atmosphäre, den Sound (nicht nur der geniale Soundtrack, der sich den jeweiligen Situationen anpasste, sondern insbesondere die Sprachausgabe, die sogar ohne wirklich prominente Synchronsprecher zum besten gehört, was man je in einem Spiel gehört hat) und die sich langsam entwickelnde Story angeht, hat Gothic seinerzeit Maßstäbe gesetzt. Wer dieses Spiel nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst und sollte dringend zur mittlerweile sehr günstigen Gold-Version greifen.

A Pro Pos Sound: Unvergessen ist natürlich auch der legendäre Gastauftritt von In Extremo im zweiten Kapitel des Spieles. Bitte an alle Spiele-Entwickler von Heute: habt IHR doch mal wieder den Mut zu einer derart genialen Aktion!


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Stalker - Shadow of Chernobyl

Autor: Martin
abgelegt in: PC

Das Spiel ist seit knapp einem Jahr draußen. Aus aktuellem Anlass (das Prequel Clear Sky steht in diesem Jahr ins Haus), habe ich mir das Produkt neulich zum Low-Budget-Preis gekauft und möchte es natürlich nicht versäumen, meine Meinung dazu kundzutun.

Eines vorweg: Die Releasepolitik von THQ war und ist eine Frechheit. Ein Spiel abzuliefern, dass sich, wie man Foren entnehmen konnte, zu Release bestenfalls mit großen Abstrichen als “spielbar” bezeichnen ließ, erinnert an Jowood, die großen Meister der Beta-Releases. Positiv anzumerken ist aber, dass vom Anfangsdesaster nach mittlerweile 6 Patches, von denen nur der fünfte wirklich groß war, eigentlich nichts mehr zu spüren ist.

Gut, man sollte zu Beginn alle Anti-Aliasing-Optionen seiner NVidia-Karte abschalten bzw auf Anwendungssteuerung stellen. Sonst begrüßt einen beim Spielstart nämlich nur ein wunderschön animierter Himmel, der Rest der Welt fehlt irgendwie. So bietet Stalker, ohne irgendwas geleistet zu haben, schon den ersten Ausflug in bizarre Welten. Ich habe in der ersten Sekunde gedacht, das Spiel wolle mir ein Rätsel stellen… aber gut, dieser Bug ist leicht zu umschiffen.

Kurz zum Hintergrund: Lose Vorlage ist ein sehr guter Science-Fiction-Roman namens “Picknick am Wegesrand” von Arkady und Boris Strugazki. Der darauf basierende Tarkowski-Film “Stalker” hat den Titel zum Spiel geliefert. In Buch und Film geht es um eine geheimnisvolle “Zone” in Russland, die durch außerirdische Einwirkung entstanden ist. Warum und wie genau - das weiß kein Mensch. Klar ist nur, dass die Zone lebensgefährlich ist und Physik und Biologie nicht mehr den gleichen Gesetzen unterworfen sind, wie sonstwo auf der Erde. Anomalien wie die “Fliegenklatsche”, eine Gravitationsballung, die jeden, der hineingerät, zu blutigem Brei verarbeitet, treten in der gesamten Zone auf. Menschen sterben ohne jeden ersichtlichen Grund, die Tierwelt verändert sich und mutiert, Gegenstände entwickelt ein gespenstisches Eigenleben. Kein Ort, an dem ein Mensch lange überleben kann. Trotzdem ballt sich um die Zone eine Gesellschaft von Schatzsuchern, sogenannten Stalkern. Diese bergen Artefakte aus dem Gebiet, deren übernatürliche Fähigkeiten dem Rest der Welt zum Amüsement dienen. Tarkowski nutzte die Buchvorlage zu einem verwirrenden Science-Fiction-Film voller Gesellschaftskritik, Meta-Handlungen und verschlüsselter Botschaften. Das Buch selbst stellt ebenfalls eine sehr kopflastige Vorlage dar. THQ hat die Handlung nach Tschernobyl verlegt und die Außerirdischen weggelassen, ansonsten aber fast alles gleich gelassen. Das Gebiet der digitalen Zone ist riesig, das Zentrum Tschernobyl aus Plänen des echten Ortes detailgetreu nachgebaut.

Eine würdige Umsetzung? Hm.. In Videos und Screenshots von Stalker sieht man meistens eine Waffe am unteren Bildrand, deren Projektile durch vermummte Gestalten dringen und diese blutend gegen nackte Betonwände sinken lassen. Wirkte auf mich vor Genuss des Spiels eher wie Counterstrike mit guter Grafik als wie ein Spielumsetzung, die den Vorlagen in irgendeiner Weise gerecht wird. Also mal wieder alles scheiße? Nein! Naja… schwierig zu beantworten. An sich ist das Gameplay sehr actionlastig. Ich habe Waffen, ich töte nicht zu knapp Gegner, ich werde dauernd von irgendwelchen Viechern attackiert, die ich ebenfalls erschießen muss und die Scripts der Quests beschränken sich meistens darauf, dass ich eine Ruine einnehmen oder einen Schrottplatz verteidigen muss. Indem ich Horden von Gegnern durch gezielte Schüsse den Garaus mache, natürlich. Trotzdem, für mich ist Stalker in erster Linie ein Rollenspiel. Ja, richtig gehört, auch wenn es sich spielt wie Unreal, ist es ein Rollenspiel.

Die Atmosphäre wurde einfach perfekt eingefangen. Genau so habe ich mir beim Lesen des Buches die Zone vorgestellt, genau so auch die Leute, die darin herumlaufen. Die Anomalien sind ebenfalls drin und bescheren 1 A Stalker Feeling: Auf den Boden schmeissen, wenn die Luft flimmert, sonst ist man tot. Charakterentwicklung ist auch vorhanden, man kann seinen Held durch verschiedene Waffen, Ausrüstung und nicht zuletzt gefundene Artefakte aufpeppen. Die Story hat 7 alternative Enden und es gibt eine Menge Backtracking und Nebenquests.

Natürlich ist das Spiel nichts für Leute, die übermäßiges Gegnertöten nicht abkönnen und von Ego-Shooter-Kämpfen gelangweilt sind. Für alle anderen bietet sich hier jedoch ein FirstPerson-Action-RPG (tolle Bezeichnung), welches in Grafik, Atmosphäre, Gameplay UND Umfang punkten kann. Sehr schöne Sache.


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Ist wirklich alles Gold, was glänzt ?

Autor: kaimar
abgelegt in: PC

Wer ein gutes Spiel zum kleinen preis sucht, der greift zum Budget-Titel. Wer ein richtig gutes Spiel sucht und zudem viel zu viel Geld in der Tasche hat, der bedient sich im immer größer werdenden Sortiment der luxuriösen Special Editions.

Jeder kennt sie, jeder hat sie schonmal in den Händen gehalten und fast jeder möchte sie haben. Diese übergroßen, kiloschweren, hemmungslos überteuerten Special-Edition-Boxen, auf denen zwar auf den ersten Blick lediglich ein Computerspiel steckt, das dem Kenner auf den zweiten Blick jedoch oft ungeahnte Schätze, Raritäten und viele Stunden zusätzlichen Spaß verspricht.

Sei es, um eine komplette Spielehistorie anhand einer einzigen Compilation nachverfolgen zu können und Spiele für sich wiederzuentdecken, die in ihrer Urfassung von keinem gängigen Betriebssystem mehr akzeptiert werden (mittels sog. Gold-Editionen wie “Command and Conquer: The first Decade) oder einfach um seinem Fanboy-Dasein Ausdruck zu verleihen und sich seine liebsten Klassiker (bzw. dessen Nachfolger) in einer “etwas anderen Version” zu erleben.

Neben den Neuauflagen vergangener Serienteile befinden sich in den Special Editions auch oft mehr oder weniger nützliche Goodies. Geradezu standartmäßig erwarten könnt Ihr:

  • Ein Artbook oder Artworks im Postkartenformat
  • Soundtrack zum Spiel
  • Poster
  • Ein Making Of auf DVD
  • Karte der Spielewelt (früher noch stilecht auf Stoff gedruckt - heute leider fast ausschließlich auf billigem Papier)

Aber selbstverständlich gibt es auch hier oft Kuriositäten, die dem Sammler als Solchen auszeichnen und teilweise bereits auf mehrere Kilometer für Gleichgesinnte erkennbar machen. die herausragendsten:

  • Eine Kette mit dem Symbol des Schläfers (Gothic 3)
    • Achtung: Nicht tragen, wenn man es eilig hat! Das Anlegen dieser kette sorgt tatsächlich dafür, dass einen JEDER Gothic-Fan auf der Straße anspricht!
  • Eine Münze in der Ingame-Währung (Oblivion)
  • Ein 15-stündiges Hörbuch (X3)
  • Exklusive Ingame-Boni (World of Warcraft, The Movies)
  • Eine Karte der Spielewelt AUS STOFF (Gothic 3)

Wer also etwas mehr Inhalt und (mehr oder weniger) nützliche Extras haben will und bereit ist, dafür etwas mehr Geld auszugeben, dem seien ausgewählte Gold- oder SE-Editionen durchaus zu empfehlen.

Besondere Empfehlungen von mir:

  • Gothic 3 Collector’s Edition (starker Rechner und Leidensfähigkeit des Spielers vorrausgesetzt! Aber für echte Fans ein MUSS!)
  • Total War: Eras (Wer die Total War-Reihe noch nicht kennt, sollte zugreifen! Hier sind Shogun, Medieval (1) und Rome inkl. sämtlicher Addons und standartmäßiger Beilagen vertreten)
  • C&C: The first decade (englische Originalversion unbedingt zu empfehlen! Enthalten sind sämtliche Spiele aus dem C&C-Universum! Wichtigster Kaufgrund: Sie sind unter WinXP lauffähig!)
  • X3 - Reunion Collectors Edition (Kaufgrund Nr. 1 war für mich das 15 std. Hörbuch “Farnhams Legende”, welches die Geschichte des ersten Teils “X Beyond The Frontier” nacherzählt)

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Low Budget-Spiele sind besser!

Autor: Martin
abgelegt in: PC, Spieleklassiker

Budget- Computerspiele stellen eine günstige Alternative zum teuren Markt der Neuerscheinungen dar. Computerspiele werden immer teurer. Was früher eine Szene von relativ wenigen Leuten belieferte, die ihre Freizeit lieber vor dem Rechner als vor dem Nintendo oder auf dem Fußballplatz verbrachten, ist heute zu einem Massenphänomen geworden.

Spätestens seit World of Warcraft hat jeder Mensch bis 30 schon mal ein Computerspiel gespielt. Doch mit der steigenden Popularität der Spiele hat die Branche Probleme, die man sonst nur aus Hollywood kennt. Raubkopierer machen kleinen Spieleschmieden das Leben schwer, große Produktionen benötigen mittlerweile Millionenbudgets, ähnlich amerikanischen Blockbustern. Deswegen werden die Spiele nicht, wie man annehmen sollte, billiger, sondern im Gegenteil immer teurer.

Wo man früher ein Spiel für 35 D- Mark kaufen konnte, kostet ein aktueller Titel wie „The Witcher“ im Saturn um die 55 Euro. Während Konsoleros immer öfter auf Ebay ausweichen und sich dort gebrauchte PS3 Spiele besorgen, ist es bei PC- Spielen seit längerem üblich, ältere Titel als Budget- Versionen neu aufzulegen.

Firmen wie „Green Pepper“ beispielsweise tun nichts anderes, als Spiele, die schon ein paar Jährchen älter sind, in billiger Verpackung zu Niedrigpreisen ins Regal zu stellen. Außerdem gibt es auch Compilations der Original- Entwicklerfirmen, zum Beispiel die Rollenspiel- Boxen von Bioware, in denen sich alle Klassiker der Baldurs Gate Reihe befinden.

Die kosten dann zwar annähernd so viel wie ein Originalspiel, bieten jedoch vier bis fünf Spiele zum Preis von einem.
Klar, für Grafikfetischisten sind Budget- Spiele nichts. Aber für jeden halbwegs intelligenten Zocker, der am Spiel vor allem Gameplay, Atmosphäre und Story schätzt, wird es ein leichtes sein, mit einem guten Budget- Titel seinen Spaß zu haben.

Ein weiterer Vorteil ist übrigens, dass die älteren Spiele zum Teil besser sind als viele Neuerscheinungen, weil hier in der Entwicklung noch nicht durchgehend der Anspruch der Massentauglichkeit herrschte. Morrowind war besser als Oblivion, Baldurs Gate 1 & 2 sind bisher ungeschlagen und von den Gothic- Spielen sind sowieso nur die ersten beiden Teile erwähnenswert. Diese Liste ließe sich jetzt fortsetzen, aber für den Moment bleibt Fakt: Wer sich von der veralteten Grafik nicht abschrecken lässt, wird mit Budget- Spielen mindestens ebensoviel Freude haben, wie mit einem doppelt so teuren Neupreis- Titel.
Ein weiterer Vorteil der günstigeren Variante ist dabei oft, dass die Spiele aktuell gepatcht sind, und das mittlerweile übliche Bug- Chaos bei Veröffentlichung übersprungen wird.

Ich habe noch eine sehr kleine Liste persönlicher Empfehlungen angehängt, die man meiner Meinung nach gespielt haben sollte, und die alle zum Budget- Preis oder als Compilation erhältlich sind.

  • Die Baldurs Gate Serie (Klassiker, gibts mittlerweile in unzähligen Compilations. Hier ist z.B. eine.)
  • Morrowind (Um Längen besser als das wunderschöne Oblivion.)
  • Gothic Universe (Teil 1, 2 und Addon und der grottenschlechte Teil 3. Wegen den beiden ersten lohnt es trotzdem!)
  • Deus Ex (Auch Hier: Teil 1 besser als Teil 2)
  • Fallout Radioactive (Die alten Fallout- Teile versüßen hoffentlich die Wartezeit auf Fallout 3)

(Listenergänzung, danke an Kaimar!)

  • Prey (relativ aktuell, Top-Grafik, gute Atmosphäre)
  • Far Cry (Cryteks Egoshooter Revolution, sollte man gespielt haben, für damals wunderschöne Grafik)
  • Max Payne 2 (Coolster Shooter wo gibt, auch wenn Max ein bisschen wehleidiger als in Teil 1 ist)
  • Sacred Gold (Gesamtpack des Hack’n'Slay Titels)
  • Monkey Island 3 (Sehr lustiges Point-and-Click-Adventure. Guybrushs drittes Abenteuer, wer das noch nicht kennt, unbedingt spielen!)
  • Vampire Bloodlines (Weniger Innovation als der 1. Teil, dafür stimmt das Spiel an sich. Tolle Atmosphäre!)

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