Stellt man den Pressesprechern von Blizzard nicht gerade die Frage, wie der Name ihres neuen AddOn zum erfolgreichsten MMORPG aller Zeiten denn nun korrekt auszusprechen sei, (Lich King? Litsch King? Licking?) sind diese in letzter zeit geradezu ungewöhnlich willig, Informationen über das Spiel preiszugeben, auf das (ohne Übertreibung) Missionen von Spielern weltweit warten.
Nachdem mit dem letzten großen Inhaltspatch 2.4 das Ende von “The Burning Crusade” eingeleitet wurde (relativ gesehen, denn in einem MMORPG, das ständig neue Spieler beginnen, gibt es natürlich kein festes Ende), und sich die Server weltweit immernoch mit endlosen Dailyquests abmühen, um das neue “Sonnenbrunnen-Plateau” nach und nach freizuschalten, werkelt man im Hintergrund bereits fleißig daran, den Spielern bald ein völlig neues Abenteuer zu präsentieren, welches einen wieder für mehrere Monate in die welt der Kriegskunst hineinziehen soll. Für mich persönlich könnte Dies ein Neuanfang sein, denn nachdem das Urspiel + AddOn trotz Inhaltspatches nicht mehr sonderlich viele Innovationen bat, kündigt sich mit dem neuen AddOn tatsächlich eine innovative Erweiterung an.
Funcom hat eine Pressemitteilung veröffentlicht, nach der sich über eine Million User für die Age of Conan Beta beworben haben. Damit sei Funcom die Firma mit den meisten Beta Bewerbungen in der Geschichte der MMOs.
Funcom hat in der Vergangenheit versucht, sein Spiel vor allem darüber zu vermarkten, dass es blutiger und gewalttätiger ist als die Konkurrenz. Sex soll auch vorkommen! Dieser Marketingtaktik ist es wohl auch geschuldet, dass der Andrang auf das Spiel so wahnsinnig groß ist. Ansonsten sind die Beta-Berichte durchwachsen - das Spiel wird ein gerushter Release, dem ein paar Monate mehr Entwicklung noch gutgetan hätten.
Funcom scheint einfach das Geld zu brauchen, was mich persönlich nicht stört. Wenn die es schaffen, die riesige Zahl von Beta-Bewerbern in der Beta nicht völlig zu verschrecken, dann hätten sie nach Release etwas Zeit, bestehende Bugs auszubessern. Das hat z.B. bei Vanguard überhaupt nicht funktioniert, aber der ganze Hype gibt dem Entwickler-Team von AoC momentan ein bisschen Zeit. Irgendwann muss das Spiel die angekündigten Versprechen aber auch einlösen.
Wer sich für die Beta anmelden möchte, der muss seine dxdiag einschicken. In der stehen die Daten Eures Rechners drin, wer nicht bestimmten Mindestanforderungen genügt, der fliegt von vornherein aus dem Auswahlverfahren. Man kann den File zwar per Editor verändern und alles reinschreiben, was man möchte, aufgrund der hohen Hardware-Anforderungen ist das aber nicht sinnvoll. AoC hat für ein MMO zur Zeit die schönste Grafik auf dem Markt, die läuft aber auch nur auf aktuellster Hardware.
Release Datum ist der 23. Mai 2008. Ich werde mir das Spiel zu Release antun und dann mal sehen. In Deutschland wird eine geschnittene Fassung erscheinen, wenn die gefällt, gibts bei Erscheinen nochmal ein Review zum Spiel.
Seit World of Warcraft gibt es sie wie Sand am Meer – MMOs. Zu jedem mehr oder weniger sinnvollen Titel bringt eine mehr oder weniger renommierte Firma ein MassiveMultiplayerOnline-Game raus. Wer soll da noch den Überblick behalten?
Nun, es gibt mindestens einen in Deutschland, der sie fast alle kommentiert hat. Durchgehend negativ, versteht sich. Olnigg a.k.a Dieter Henke ist eine Art Online-Satiriker aus der Zeit, als die Spiele noch mit dem klobigen Titel MMORPG versehen waren.
Seine „Bilgg“, eine Satirezeitschrift über Ultima Online, wurde nach 68 Ausgaben in „Olnigg“ umbenannt und widmete sich ab dann allen anderen Genrevertretern mit der gleichen liebevollen Aufmerksamkeit. Legendär sind neben den alten UO- Beiträgen seine WoW-Besprechungen und die geheimen Entwicklerchats der Everquest II Entwicklerteams.
Von Olnigg existieren zwei Bücher, „Olnigg und die Bytebullen“ und „Olnigg im Dämonenstüberl“, das erste ist meiner geschätzten Meinung nach das Bessere. Die gibt es bei Amazon, Teil eins lohnt sich auf jeden Fall.
Olnigg erfreut sich einer wachsenden Fangemeinde, auch nach Einstellung seines Forums „Das 5. Brett“ sind viele alte Leser geblieben, durch seine neue Kolumne „Der Nörgelork“ auf buffed.de werden hoffentlich genügend Neue dazukommen, um ihn am Aufhören zu hindern.
Denn, auch wenn nicht alle Olnigg-Ausgaben gleich gut daherkommen: In Topform schwafelt Herr Olnigg jedes Spiel - ob MMO oder Offliner - in Grund und Boden, während man lachend danebenliegt. Einfach mal Olnigg.de besuchen und im Archiv stöbern.
Es weihnachtet dieser Tage wirklich überall: Im Fernsehen werden die schnulzigsten Werbespots hervorgekramt, in den Vorgärten der Vorstädte sorgen Vorzeigeväter dafür, dass durch das alljährliche Lichterketten-Wettrüsten jedwede CO2-Ersparnis des letzten Jahres zunichte gemacht wird und sogar in Azeroth ist man weihnachtlich gestimmt.
Zwar heißt jenes Fest – offensichtlich aus Gründen der „political correctness“ – Winterhauchfest, aber herumlaufende Schneemänner, entführte Rentiere und Dicke bärtige Herren, die jeden auf den Schoß nehmen wollen, der Ihnen zu nahe kommt, sprechen eine deutliche Sprache.
Doch welche Möglichkeiten bieten sich dem geneigten WOWler in dieser festlichen Zeit?
Wie gewohnt gibt es natürlich auch zu diesem Anlass diverse Gegenstände abzugreifen, um die man sich dann den Rest des Jahres von ahnungslosen Neueinsteigern beneiden lassen kann.
Zunächst wäre da besagtes Rentier Metzen, welches die äußerst unangenehme Eigenschaft hat, sich Jahr für Jahr aufs Neue von einer gierigen Erpresserbande entführen zu lassen.
Dem mutigen Helden, der das arme Tier befreit winkt zur Belohnung immerhin ein konservierter Tannenzweig, welcher es dem Spieler erlaubt, sein geliebtes Reittier für kurze Zeit in ein Rentier zu verwandeln.
Aber der Weihnachtsmann … Entschuldigt, Altvater Winter wäre nicht Altvater Winter, wenn er nicht noch mehr gravierende Probleme hätte, die das friedliche Winterhauchfest bedrohen.
Nun, man mag sich darüber streiten ob die Zubereitung von Lebkuchen und das Bereitstellen von kalter Milch für den alten Herren wirklich für die Aufrechterhaltung jener mystischen Winterhauch-Traditionen von elementarer Bedeutung sind, aber was soll’s - so wird aus dem mutigen, kampferprobten Helden eben kurzerhand ein Zuckerbäcker…
Dafür winken dann auch ganz besondere Leckereien als Belohnung. Fragt sich, warum der alte Altvater Diese nicht gleich selbst vertilgt hat.
A Pro Pos Traditionen, wer sich für mehr für die historische Geschichte und die wahre Bedeutung des Winterhauchfestes interessiert, dem sei zu einer Audienz bei Magni Bronzebart, dem altehrwürdigen König der Zwerge selbst, geraten.
Doch das Winterhauchfest wäre nicht das Winterhauchfest, wenn es an den Toren der Hauptstädte halt machte. Im gegenteil: Einige der mächtigsten und Bösesten Kreaturen Azeroths sind ebenfalls dem Charme des Festes verfallen und bescheren dem mutigen Helden nach ihrem Ableben schon mal ein modisches Zipfelmützchen.
Und wer nach All dem immernoch nicht genug hat, dem sei dringend geraten, ab dem Morgen des 25. Dezembers den großen Weihnachtsbaum in Eisenschmiede (bzw. Orgrimmar) einmal genau unter die Lupe zu nehmen.
In diesem Sinne wünsche Ich euch Allen frohe Weihnachten und… ein gesegnetes Winterhauchfest!