Das erfolgreichste PC-Spiel aller zeiten geht in die dritte Runde: Publisher EA veröffentlichte dazu jüngst erste Infos!
Es gibt Spiele, die muss man gespielt haben! und “Die Sims” aus dem Hause Maxis von Designer-Legende Will Wright gehörte seinerzeit definitiv dazu. Erstmals war es möglich, völlig frei gestaltete Charaktere in alter Puppenhaus-Manier ihren (mal verrückten, mal routinierten) Alltag verleben zu lassen. Es dauerte nicht lange und das erste AddOn “Das volle Leben” wurde veröffentlicht.
Sechs AddOns später startete dann der grafisch runderneuerte Nachfolger “Sims 2″, der auch spielerisch viele Innovationen brachte. Sims konnten nun altern und sterben, man konnte Kleinkinder kreieren, Sim-Kinder wurden nicht mehr “über Nacht” vom Storch gebracht (sehr zum Leidwesen aller schwangeren sim-frauen, denn selbst das morgentliche Übergeben wurde naturgetreu implementiert) und viele neue Features wurden hinzugefügt.
Nach insgesamt 16 (!) AddOns für Sims 2 (welches damit den Weltrekord für die meisten kommerziell vertriebenen Erweiterungspakete hält), den drei Spin Off Serien “Lebens-, Haustier- und Urlaubsgeschichten” sowie diversen Konsole- und Handy-Portierungen wurde am 19.03.2008 von EA der Nachfolger “Sims 3″ angekündigt.
Folgende Fakten sind bereits bekannt: (Quelle: SimTimes.de)
Deine Nachbarschaft
Bekannt ist, dass es offensichtlich die Möglichkeit geben wird, endlich mit den eigenen Sims seine Nachbarn zu besuchen. Das dieses Feature bisher fehlte bzw. technisch nicht umsetzbar war, war stets ein Kritikpunkt für viele Spieler. Die Sims sollen in einer nahtlos verbundenen Stadt leben, in der sie mit jedem anderen Sim interagieren können. Sorge bereitet vielen Spielern jedoch die Ankündigung, dass auch die anderen Sims in der Nachbarschaft währenddessen selbstständig leben, heiraten, Kinder zeugen, altern und sterben können. Ein herber Rückschritt für das Spielprinzip, das (bis zum Erscheinen der meiner Meinung nach überflüssigen und langweiligen Spin Offs, die auf Missionen und zeitlicher Begrenzung basieren) immer als Endlosspiel konzipiert war, in dem man seine kleine Familie (oder eben auch mehrere Familien NICHT parallel) hochzüchten, zu Ruhm und Reichtum oder in den Wahnsinn und das Verderben führen kann. Sims mit auf ihre Arbeitsstelle zu begleiten, soll nach wie vor nicht möglich sein, allerdings können in bestimmten Situationen (wie in Sims 2) text-basierte Entscheidungen am Arbeitsplatz getroffen werden, die entweder eine Beförderung bzw. einen Fertigkeits-Bonus oder eine Degradierung bzw. einen Fertigkeits-Malus zur Folge haben.
Deine Persönlichkeit
Der Sim-Editor zum erstellen eigener Sims wurde komplett überarbeitet und soll noch mehr Flexibilität sowie wesentlich mehr Individualität bei der Erstellung des eigenen Sims beinhalten. Features wie Einstellung der Körpermasse sollen dabei ebenso enthalten sein wie 60 verschiedene Eigenschaften (launisch, familienorientiert, genügsam etc.) aus denen jeweils fünf gewählt werden können.
Deine Welt
Wie gewohnt wird es eine Vielzahl von Wänden, Böden, Fenstern, Möbeln, Haushaltsgeräten und abgefahrenen Gadgets geben, mit denen der Spieler seine Sims-Welt wieder detailliert und stundenlanger mühevoller Kleinarbeit zusammenbasteln kann
Sonstige Features
Ob Die Sims 3 trotz einiger seltsam anmutenden Änderungen (parallel-Altern anderer Sims und die Möglichkeit, selbst den Müll zu entsorgen) der Hit wird, den alle Fans sehnlich erwarten, können wir leider erst frühestens 2009 herausfinden. Denn dieses Jahr ist Alles, was Electronic Arts bisher als möglichen Erscheinungstermin bekannt gegeben hat.
Am 20. März, also in genau einer Woche, soll der neue Rundenstrategie-Titel „Hired Guns – The Jagged Edge“ im Laden stehen. Das PC-Spiel wurde 2005 als „Jagged Alliance 3D“ angekündigt, musste dann aus namensrechtlichen Gründen in „JAZZ: Hired Guns“ umbenannt werden und hat jetzt noch einmal einen neuen Titel spendiert bekommen.
Wahrscheinlich wollte der Publisher unbedingt ein „Jagged“ im Titel haben, damit auch der letzte Mensch versteht, dass wir es hier mit einem inoffiziellen Nachfolger des legendären „Jagged Alliance 2“ zu tun haben.
Das bekam mit „Unfinished Business“ schon vor längerer Zeit ein Addon (Massenhaft Waffen = gut! / keine Freiheit = schlecht!) sowie letztes Jahr mit „Wildfire“ eine Vollpreis-Mod spendiert, ein offizieller Nachfolger namens „Jagged Alliance 3“ ist in der Mache.
Braucht die Welt also einen inoffiziellen Nachfolger von Jagged Alliance 2? Wenn man sich die bisherigen „Nachfolger“ so anschaut: Auf jeden Fall! Das Spielkonzept - clevere Rundenstrategie aus der ISO-Perspektive - ist der Hammer. Das können die meinetwegen 1:1 von JA2 übernehmen. Wenn dann noch die Charaktere stimmen und sich in massenhaft Quests genügend Waffen bugfrei einsetzen lassen, ist alles in bester Ordnung. Die Demo ließ ja bereits hoffen, von der endgültigen Umsetzung wird man sich nächste Woche überzeugen können.
Das Spiel kostet bei Amazon 35 Euro, erfrischend wenig für einen neuen Titel. Die Grafik ist nicht berauschend, solange das Spielprinzip stimmt, wird das sicherlich vielen Leuten egal sein.
Nicht umsonst ist Jagged Alliance 2 immer noch legendär – vielleicht ist mit Hired Guns – The Jagged Edge endlich ein würdiger Nachfolger gefunden!
Krieg.
Krieg ist immer gleich.
Freunden strategisch anspruchsvoller Runden-Action in atmosphärisch-beklemmenden Endzeit-Szenarien sollten diese Worte (oder auch: “WAR, War never changes” - für uns elitäre ‘Nur-Originalversionen-spieler’) nur allzu bekannt vorkommen.
Bereits 1997 veröffentlichte das kreative Team von Interplay den ersten Teil der mittlerweile legendären Fallout-Reihe. Sie spielen den “Bunkerbewohner”, einen Nachkommen der wenigen Glücklichen, die es geschafft haben, sich rechtzeitig vor der atomaren Katastrophe in einen der unterirdischen Bunker (eng. “vault“) zu flüchten. Frisch ans Tageslicht gekrochen erkunden Sie die verwüstete Westküste der USA, in der sich die übrige Menschheit etwas aufgebaut hat, was man einigermaßen als Zivilisation bezeichnen könnte.
Fallout bestach vor Allem durch den schwarzen Humor und vor Allem seine bis dato einmalig packende, realistisch und doch surreal wirkende “50er-Jahre-Art-Deko-Endzeit-Stimmung” welche in ähnlicher Form im kürzlich erschienenen Ego-Shooter “Bioshock” aus dem Hause Irrational Games für weit aufgerissene Spieleraugen sorgte. Dabei lassen sich die beiden Spiele ansonsten nur schwer miteinander vergleichen, denn in Fallout geht es wesentlich gemächlicher zu.
Wann immer ein Kampf beginnt, pausiert das Spiel und Sie haben alle Zeit der Welt, sich die passende vorgehensweise auszusuchen: zutreten, wild umherschießen oder doch eher ein bestimmtes Körperteil angreifen? Wie erfolgreich Sie mit welcher Vorgehensweise sind, bestimmen natürlich - wie in jedem Rollenspiel - ihre Charakterwerte.
In Fallout wirkten sich Diese aber auch extrem auf die Storyentwicklung aus. (Ein Attribut, welches sich Entwickler BioWare später mit “Knights Of The Old Republic” und ähnlichen Spielen als eine Art Markenzeichen aneignete)
Nach einem nicht weniger genialen Nachfolger (mit dem einfallsreichen Titel “Fallout 2“) und einigen - leider extrem innovationsarmen und zurecht erfolglosen - Versuchen anderer Entwickler, die Serie weiterzuführen wurde Fallout 3 angekündigt, welches von Bethesda Softworks (im Folgenden “Bethesda” genannt) entwickelt wird.
In diesem Spiel, welches im Herbst 2008 erscheinen soll, verkörpern Sie zunächst einen Jungen, der in Vault 101 nahe Washington D. C. lebt und versucht, das misteriöse Verschwinden seines Vaters durch Erkunden des Umlandes aufzudecken.
Bethesda, die bereits mit “The Elder Scrolls 4: Oblivion” Welterfolge feiern konnten, änderten allerdings das Spielkonzept von Fallout 3 so grundlegend, dass viele eingefleischte Fans dem Spiel bereits jetzt kritisch gegenüberstehen. So sollen die rundenbasierten Kämpfe - das Herzstück dessen, was die Serie bisher ausmachte - durch moderne, schnelle Echtzeit-Action á la Oblivion ersetzt werden.
Meine persönliche Meinung: Ein unglaublich feiger Zug von Bethesda, die hiermit einen großen Schritt in Richtung purer Massentauglichkeit gehen und damit eine Tradition beenden, die in einer Zeit geboren wurde, in der Spieleentwickler sich noch die Freiheit nehmen konnten, Innovationen zu entwickeln, auch, wenn dies manchmal bedeutete, Risiken einzugehen.
Womit Ich nicht behaupten will, dass Interplay das Prinzip rundenbasierter Strategie selbst entwickelt oder neu erfunden hätte. Sie haben sich ein bewährtes Spielprinzip zu eigen gemacht und es so gut an ihre eigenen Bedürfnisse angepasst, dass es selbst zum Markenzeichen der Fallout-Serie wurde. Das ist, als würde Hollywood ein Summer-Action-Remake von Fritz Lang’s Metropolis mit Vin Diesel als “Maria The Big Badass Killah Robot” machen.
Trotz Allem darf man gespannt sein, wie Bethesda die spannende Story (mit angekündigten 12 alternativen Enden), die umfangreiche Spielwelt (wenn auch nur mit 50% der Kartengröße von Oblivion) und vo Allem das 50er-Jahre-Endzeit-Flair der Vorgänger umzusetzen vermag.
Wer die Wartezeit überbrücken will, dem sei die wohl umfangreichste Fallout-Timeline aller Zeiten ans Herz gelegt.
Kann sich noch jemand dran erinnern, dass es vor dem Online-Rollenspiel mal drei gleichnamige Strategiespiele gab?
Manchmal hat man fast den Eindruck, dass die hervorragenden Warcraft-Titel ein bisschen unter der enormen Popularität ihres Rollenspiel-Ablegers leiden. Aber wirklich nur manchmal - sobald ich ein paar ganz spezielle Freunde besuche, möglichst übers Wochenende, ist es nämlich um uns geschehen, und wir spielen ein paar Stunden oder Tage lang nur noch Warcraft 3.
Was nicht immer ganz einfach ist; denn das Wort “rushen” ist für einen meiner Bekannten wohl eigens erfunden worden. Ich habe nicht mal vier Bauernhöfe hochgezogen, vielleicht ein paar Grunzer ausgebildet (o ja, ich bin überzeugter Ork), da fällt er mit seinen Nachtelfen über mich her, dass es zum Heulen ist. Ärgerlicherweise bin ich ziemlich jähzornig veranlagt; nachdem ich ihn beleidigt mit einer leeren Bierdose beworfen habe, fordere ich ihn stets zur Revanche. Natürlich nur, um dieselbe Niederlage nochmal zu erleben. Und nochmal, und nochmal, und …
Der Suchtfaktor der Warcraft-Titel war schon immer ziemlich hoch. Was daran liegt, dass sie - die ersten beiden Teile übrigens mehr als der dritte - eine knuffige, irgendwie sympathische Optik mit ziemlich anspruchsvollen Strategie-Konzepten vereinen. Der dritte Teil, erstmals in 3D, gefällt mir persönlich weniger gut - grafisch und inhaltlich ist “Warcraft 2” in meinen Augen der gelungenste Teil der Serie. Um das zu wissen, muss man vor 1990 geboren sein; und das kann die Mehrheit der computerspielenden Menschen auf diesem Planeten nicht von sich behaupten.
Das soll aber nicht heißen, der dritte Teil sei schlecht; - er ist bloß, naja, nicht ganz so sympathisch. Nett ist, dass die Ork-Arbeiter (Peons, um in den Fachtermini zu bleiben) begeistert “Arbeitarbeit” kreischen, wenn ich ihnen einen Befehl gebe, oder missmutig “Du schon wieder?”, wenn sie keine Lust mehr haben. Das reicht zwar noch nicht ganz an die perfekte Ironie der Baldur’s-Gate-Charaktere heran, die mich mit “Allgegenwärtige Autoritätsperson” ansprechen, ist aber trotzdem ziemlich cool.