Es ist mal wieder an der Zeit, von einem ganz besonderenBudget-Titel zu berichten. In “Vampire - The Masquerade: Bloodlines” spielt ihr - wie sollte es anders sein - einen nachtaktiven Blutsauger auf der Suche nach einem geheimnisvollen Sarkophag.
Doch bevor ihr überhaupt je etwas von diesem Objekt erfahrt, gilt es erstmal, ganz Rollenspiel-typisch, seinen Charakter zu erstellen. Ihr dürft dabei zwischen 6 Rassen (etwa den grobschlächtigen Brujah, die wunderschön-verführerischen Toreador oder die entstellten Nosferatu). Dabei ist bereits vorsicht geboten, denn jede Der Rassen bringt eigene Vor- und Nachteile mit sich. Während sich zum Beispiel die Toreador unter Menschen sehr wohl fühlen und deshalb von anderen Vampiren misstrauisch beäugt werden, können sich die Nosferatu aufgrund ihres Aussehens gar nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen, was den Spieler zwingt, sich ständig in der Kanalisation von einem Quest-Ort zum Anderen zu begeben.
Spielerisch erinnert das Spiel mit seinen umfangreichen Charakterwerten, den verschiedenen Fraktionen, der spannenden Story und der konsequenten Wahl, sich durchzuschlachten, zu intregieren oder zu spionieren stark an Klassiker wie Deus Ex.
Da dieser Titel einer der ersten war, für den die damals noch junge Source-Engine von Valve verwendet wurde, macht das Spiel mittlerweile grafisch zwar keinen umwerfenden Eindruck mehr, ist aber dennoch recht schön anzuschauen.
Jedem, der mal wieder ein “richtiges” Rollenspiel spielen will, kann “Vampire - The Masquerade: Bloodlines” daher uneingeschränkt empfohlen werden.